Barrierefreiheit
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Rückschau Jörg Gräser zu Gast im Bürgerhaus Taura

Am 7. März begrüßten der Bürgerverein in der Gemeinde Taura und die Gemeindebibliothek Taura den Tierpfleger und Autor, Jörg Gräser, im fast ausverkauften Bürgerhaus. Eigentlich wollte Herr Gräser, Jahrgang 1968 und wohnhaft in Taucha bei Leipzig, Tierpräparator oder Schiffskoch werden. Tierpfleger war erst die dritte Wahl, ist aber über viele Jahre zu seiner Berufung geworden. 


Nicht nur im Zoo Leipzig, sondern auch im eigenen Haus und Garten, kümmert er sich um Tiere, die Hilfe brauchen. Nur zu Fröschen und Kröten hat er ein eher angespanntes Verhältnis, wie er in der Lesung am Freitag verriet. 
 

Jörg Gräser hatte sein Buch „Gräsers Tiergeschichten“ im Gepäck und gewährte dem Publikum quasi einen Einblick ins Familienalbum. Für viele seiner Tiere fungierte er als Elternersatz. So erzählte er in schönstem Leibzscher Dialekt von seinem badewütigen Star Johnny und dessen Freundin Josefine, von Undercover-Wohnheimbewohner Targa, einem Steinmarder mit einem Faible fürs Straßenbahnfahren oder von einem Turmfalken-Ei, das vom Fensterbrett auf die Heizung und schließlich als Kuckucks-Ei ins Brieftaubennest wanderte, wo dann zu aller Verwunderung tatsächlich ein Falkenküken schlüpfte. Heiter ging es weiter mit dem Besuch der Mähnenwölfe Luzi und Doug am Kuchenbuffet im Altersheim, der fremdsprachenbegabten Dohle Klara, die zu gern glänzende Löffel stibitzte und der Fleckenmusang-Dame Kitty, die nicht verstehen konnte, warum Menschen nach zwei Stunden im Regen so komisch aussehen und nicht einfach das Wasser aus ihrem Fell schütteln.
 

Ein besonderer Platz in Gräsers Herz gehört den Erdmännchen. Angefangen hat alles mit dem Erdmännchenbaby Terry, welches er liebevoll bei sich zu Hause aufzog. Mittlerweile lebt die dritte Generation in seinem Gartengehege. So possierlich die Tiere auch sind, „Vorsicht, wenn ä Erdmännchen an deim Hosenbeen rumwurschtelt!“ Das könnte schmerzhaft enden …
 

Bei aller Heiterkeit war es Herrn Gräser wichtig, auf das Leid vieler Tiere hinzuweisen. Zoos weltweit fungieren mittlerweile als Archen für vom Aussterben bedrohte Tierarten. Der Mensch ist der größte Störfaktor und gleichzeitig liegt es in unserer Verantwortung, die Lebensräume der Tiere nicht noch weiter zu zerstören, schonend mit natürlichen Ressourcen umzugehen und alles uns Mögliche zu tun, damit Tiere und auch wir selbst eine gute Zukunft haben.
 

Jörg Gräsers Buch „Gräsers Tiergeschichten“ kann in der Gemeindebibliothek Taura ausgeliehen werden.

Weitere Informationen