Der Heimatverein Köthensdorf e.V. berichtet

Der Heimatverein Köthensdorf führte seine erste Vortragsveranstaltung in diesem Jahr am Mittwoch, den 23.März um 19:00 Uhr im Speisesaal der Johann-Esche-Grundschule im OT Köthensdorf durch.

 

Gemeinsam mit der Bilz-Gesellschaft aus der Region präsentierte der Heimatverein die Geschichte von Friedrich Eduard Bilz, dem großen Naturheilkundler aus Arnsdorf bei Penig. Die Lyrikerin Margit Aurich erzählte uns in ihrer offenen freundlichen Art die Lebensgeschichte von Bilz.

 

Der junge Friedrich, der in Lunzenau eine Weberlehre absolvierte, sah bereits dort das Elend in den Fabriken und die ungesunde Lebensweise der arbeitenden Bevölkerung in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Später arbeitete er in Meerane, heiratete dort und eröffnete mit seiner Frau einen Kolonialwarenladen. Finanziell abgesichert konnte er sich seinen naturkundlichen Versuchen widmen. Er studierte autodidaktisch den Zusammenhang von Ernährung, Bewegung an frischer Luft, gymnastischen Übungen und dem menschlichen Körper. Auch die vegetarischen Speisen waren schon Thema zu dieser Zeit.

 

Bilz gab mehrere Schriften heraus, in denen in einfacher verständlicher Sprache Krankheiten und Heilmethoden beschrieben worden. Höhepunkt war 1888 die Veröffentlichung des „Bilz-Buches“, das in vielen Haushalten für 75 Pfennige erworben wurde. Dieses bekannte Lehrbuch zur natürlichen Heilung und Gesundheitspflege übersetzte man in 12 Sprachen und es wurde ein paar Millionen Mal verkauft.

 

Familie Bilz zog nach Dresden, eröffnete ein Sanatorium und mehrere Kurhäuser, sowie ein großes Bad mit einer Welleneinrichtung. Die Entwicklung der alkoholfreien „Bilz-Brause“, der Sinalco war ein weiterer Höhepunkt im Leben von F.E. Bilz. Friedrich Eduard Bilz lebte von 1842 bis 1922 und hinterließ der Menschheit viele wertvolle Dinge.

 

Die 13 Zuhörer genossen eine interessante Lesung und stellten noch viele Fragen, die wir gemeinsam klärten. Wir erlebten an diesen Abend einen unterhaltsamen Vortrag und der Humor kam auch nicht zu kurz.

 

Der Heimatverein und seine Gäste bedanken sich ausdrücklich bei Margit Aurich für den kurzweiligen Abend in Köthensdorf. Weiterhin gilt unser Dank den Gästen für ihr Kommen, sowie allen Helfern und Stühlerückern.

 

A. Hugel, HVK

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Taura
Do, 14. April 2016

Weitere Meldungen