Rückschau Vortragsabend „Kroatien und seine spezielle Geschichte mit dem UNESCO-Weltkulturerbe Dubrovnik an den Ufern der Adria“

Der Heimatverein Köthensdorf hatte am 19. März 2025 interessierte Einwohner und Gäste in die Landeskirchliche Gemeinschaft zur Vortragsveranstaltung eingeladen; 31 Besucher waren auf einen kurzweiligen Abend gespannt.


Als Autor konnte Herr Michael Kreskowsky gewonnen werden. Er ist ehrenamtlicher Denkmalpfleger im Landkreis Mittelsachsen und arbeitet im Vorstand der Kirchgemeinde Waldheim-Geringswalde. Weiterhin ist er Vorstandmitglied des Fördervereins des Museums Alte Pfarrhäuser und im Förderverein Schloss Ringethal tätig.
 

Leider hatte ein Computervirus seine Bilder und Fotos zerstört, sodass er vom ursprünglichen Vortragsinhalt abwich und improvisieren musste. Manche Details waren deshalb nicht korrekt. Eine Änderung für die Einladung wäre vorab vorteilhafter gewesen.
 

Sein Vortrag beinhaltete die Beschreibung einer Schiffsfahrt, die ihn als Lektor auf dem Kreuzfahrtschiff MS Hamburg vom 8. Oktober bis 20. Oktober 2012 vom „Abendland über das Morgenland zum Kaviarland“ führte. Das relativ kleine Schiff konnte Häfen anfahren, die für große Kreuzfahrtschiffe nicht geeignet sind.
 

Die Reise startete in Venedig mit der Fahrt auf dem Canale Grande am Markusdom und Markusplatz vorbei. Erste Station der Reise war die kleine italienische Stadt Pescara mit einer sehr schönen historischen Altstadt.


Die Fahrt ging weiter nach Dubrovnik – der Perle der Adria. Eine Sehenswürdigkeit von Dubrovnik ist die Stadtmauer. Sie gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und ist die am besten erhaltene Stadtmauer in Europa: 2 Kilometer lang, bis zu 6 Meter breit und 25 Meter hoch. Damit eignet sich die Stadtmauer als Aussichtspunkt. Bei einem Spaziergang auf der Stadtmauer hat man einen perfekten Blick auf die Altstadt, den Hafen und das Meer.
 

In der Stadtmauer sind drei Festungen integriert, die zusammen mit zwei weiteren Burgen in der Altstadt das gewaltige Befestigungssystem von Dubrovnik ausmachen.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Kathedrale. Sie beherbergt eine der reichsten Schatzkammern in Europa. Zur Freude der Besucher konnte Herr Kreskowsky die ansonsten nicht benutzte Orgel spielen.
Zum Franziskanerkloster gehört seit 1317 eine Apotheke, die bis heute geöffnet ist. Sie gilt als die drittälteste Apotheke in Europa, und ist wohl die älteste, die bis heute in Gebrauch ist. Hier werden ohne Unterbrechung Salben und Medikamente nach den Jahrhunderte alten Originalrezepturen der Mönche hergestellt.
Die wenigen Fotos zeigten das Ausmaß der Zerstörung während des Krieges in den 1990iger Jahren anhand der neu gedeckten Dächer in der Altstadt.
 

Nach Dubrovnik ging es weiter zur griechischen Insel Santorini. Der Sage nach ist die Insel der Rest des untergegangenen Atlantis. Die Insel liegt auf der Caldera-Wand des untermeerischen Vulkans Kolumbos. Besonderes Erkennungsmerkmal sind die blauen Dächer und die weiß gestrichenen Häuser.
 

Der nächste Stopp war der Hafen von Volos. Die Stadt ist Ausgangspunkt für die Ausflüge nach Olymp und zu den Meteora-Klöstern.
 

Unweit des Hafens von Cannakkale (Türkei) liegt der historische Nationalpark mit dem Fundort des historischen Trojas, dem Ausgrabungsort Heinrich Schliemanns.
 

Nach diesem Halt fuhr das Schiff Istanbul an, das mit seinen 17 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt der Türkei ist. Besondere Sehenswürdigkeiten waren hier die Blaue Moschee, die Hagia Sofia und die Brücke über den Bosporus, die Europa mit Asien verbindet.
 

Die Hagia Sofia aus dem Griechischen übersetzt „heilige Weisheit“ oder Sophienkirche wurde von 532 bis 537 n. Chr. erbaut und als byzantinische Kirche geweiht. Von 1453 bis 1935 – und wieder seit 2020 – wird sie als Moschee genutzt. Von 1935 bis 2020 diente sie als Museum. Die vier Minarette wurden bereits im 15. bzw. 16. Jahrhundert an den Flanken der Kirche aufgebaut.
 

Nach der Durchfahrt durch den Bosporus waren Jalta und Odessa die letzten Ziele der Reise. Das Schlösschen „Schwalbennest“ ist die bekannte Sehenswürdigkeit Jaltas. Jalta ist ein beliebter Urlaubsort mit seinen Palmen, Pinien, Oleander und anderen mediterranen Pflanzen. Viele berühmte Künstler wie Tschechow, Tolstoi und Tschaikowski haben hier gelebt.


Odessa besticht mit seiner besonders von deutschen Architekten geprägten Baukunst. Katharina die Große war die Gründerin der Stadt. Wahrzeichen Odessas sind unter anderem das Opernhaus, das mit der Semperoper verglichen werden kann und die Potemkinsche Treppe von der Altstadt zum Hafen.
Mit dem Rückflug vom Flughafen Istanbul ging diese Schiffsreise zu Ende.
 

Dank gilt Herrn Kreskowsky für die Abendveranstaltung. Er hat ein reiches Repertoire an Vorträgen, die er als Gästeführer auf verschiedenen Schlössern und Burgen Sachsen den Besuchern nahebringt. Aus dieser Reihe könnte er im Heimatverein vielleicht eine weitere Veranstaltung gestalten.
Dank auch für die geleisteten Spenden.
 

Text: R. Rümmler, HVK - Köthensdorf, den 23. März 2025

Bild: Pixabay/ravisimo

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