Ein lauer Wind wehte
über das Land, als manch Einwohner
mit seltsamer Kleidung durch den Ort
schlich. Am letzten April-Samstag
war Westernabend im Bürgerhaus.
Die Rauchzeichen waren weithin zu
sehen, denn ein "Büffel"
wurde im Zentrum von Taura gegrillt.
Kameraden des Feuerwehrfördervereins
übernahmen die schweißtreibende
Arbeit. Schon der Ein-gangsbereich
war mit amerikanischen Fahnen geschmückt.
Zur Begrüßung der Besucher
gab es beim Empfang einen coolen Drink
- darunter natürlich auch einen
Whisky. Blau-weiß-rote Tücher
umsäumten den Balkonbereich,
ein Marterpfahl, Indianerdekoration
und amerikanische Flaggen waren zu
sehen. Man konnte sich fallen lassen
in einen amerikanischen Traum beim
Anblick der Wandbehänge, die
eine Kakteen-Wüsten-Landschaft
zeigten. Auch viele Besucher waren
für diesen Höhepunkt im
Vereinsleben des Kulturvereins gut
vorbereitet. Lederstiefel, Westernhüte
und natürlich Jeans wurden oft
getragen. Der Blick in die Getränkekarte
des Saloons zeigte ebenfalls amerikanische
Wurzeln. Mixgetränke wie "Small
Ranch", "Kojote", "Daniel
Boone" oder "Marylu"
waren zu finden. Welcome to the party!
Nach dem ersten Drink
am Eingang hatten viele Hunger auf
etwas "Kräftiges".
Roster, Bohnensuppe, gegrilltes Fleisch
oder Salate standen zur Wahl. Es hat
geschmeckt! Was fehlte noch für
einen Westernabend? Natürlich
eine stilechte Musik! Evelyn Wetzel,
eine Alleinunterhalterin aus Penig,
legte Musik auf und begleitete mit
eigener Stimme die Melodien. Es hat
gepasst. Nicht nur Banjo, Steel Guitar,
Nashville Sound, Jonny Cash oder Kenny
Rogers waren zu hören. Nach kurzer
Zeit war die Tanzfläche gefüllt.
Doch die Mitglieder des Kulturvereins
hatten sich auch mit Tänzen vorbereitet.
Square Dance und Formationstanz in
selbst geschneiderten Kleidern. Das
Publikum jubelte und forderte Zugaben.
Es lässt sich nur erahnen, wie
viel Arbeit der Kulturverein zur Vorbereitung
der Veranstaltung aufgebracht haben
muss, wie viel Liebe zum Detail aufgewendet
wurde, um allen für einige Stunden
ein Saloon-Leben zu ermöglichen.
Danke und bis nächstes Jahr!
Text:
Dr. Günter Uhlig, Fotos: Robin
Helmert
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