Am 4. Juni 2011 früh
morgens starteten 40 gutgelaunte Ausflügler
bei bestem Wetter von Köthensdorf
Richtung Elbtal bei Meißen.
Wir bestiegen unseren Luxus-Liner-Bus
der Firma Dähne an den bekannten
Stellen in Garnsdorf, in Köthensdorf
und in Taura. An diesem Tag fuhr der
Chef Herr Dähne selbst und wir
freuten uns schon auf seine Witzchen
mit Lebensweisheiten.
HF Andreas Hugel begrüßte
alle Heimatfreunde und die mitfahrenden
Gäste. Man bedankte sich anfangs
bei HF Horst Dierske für die
vorbildliche Organisation und Vorbereitung
unseres Tagesausfluges. Herr Dähne
begrüßte uns auch herzlich
und teilte allen den Verlauf unseres
Besuches in den Meißner Weinbergen,
speziell im Ortsteil Winkwitz, mit.
Wir fuhren durch Taura, durch Markersdorf
mit dem Hinweis auf das Bahnhofsfest,
das auch an diesem Wochenende stattfand.
Es ging weiter über Claußnitz,
Altmittweida, Mittweida und Rossau
Richtung Autobahn A4, wo wir bei Hainichen
auffuhren. In Nossen nahm der Bus
die Bundesstraße 101 nach Meißen.
Wir durchfuhren eine fruchtbare Landschaft
mit Feldern und Obstplantagen. Aber
wir wollten Weinberge sehen und auch
den Wein kosten.
Wir erreichten das Elbtal
und absolvierten erst einmal eine
kleine Stadtrundfahrt durch die Altstadt
von Meißen. In Meißen
stand die Wiege Sachsens, hier begann
alles, auch die sächsische Sprache,
die die von Wettin benutzten
und lange Zeit Amtssprache war. Wir
sahen die Porzellanmanufaktur, die
Albrechtsburg, den Meißner Dom
und fuhren dann über die neue
Elbbrücke nach Winkwitz, wo uns
ein echter Winzer erwartete.
Unser Winzer gab uns
eine kurze Einführung in den
Weinanbau im Elbtal, in die Terrassenlagen
und in die Hanglagen, sowie die historische
Entwicklung im Gebiet von Meißen.
Der Begriff Hanglage wurde uns klar
bei dem Hochsteigen von 224 Stufen,
um in die Weinberge zu gelangen. Wir
erreichten das Weingut Schloß
Proschwitz, das größte
private Gut in Sachsen. Besitzer ist
Prinz zur Lippe, der sein früheres
Eigentum 1990 von der Treuhand wieder
zurückkaufte. Lohn unserer Anstrengung
nach den Stufen war ein gutes Glas
Weißwein, der Körper und
Geist guttat.
Wir konnten von dort
einen wunderbaren Blick auf die Albrechtsburg
und den Dom genießen. Unser
Führer drängte zum Aufbruch,
denn zur Mittagszeit wollten wir seine
Weinterrasse erreichen, um dort das
bereits bestellte Essen einzunehmen.
Es ging wieder bergab
und wir liefen ganz entspannt am Elberadweg
entlang und erreichten pünktlich
unser Ziel, wo eine schattige Terrasse
zum Verweilen einlud. Die Getränkebestellung
lief zügig (auch ein Winzer trinkt
gern mal ein Bier für den Durst,
der eigene Wein ist zum Genießen)
und das Essen wurde serviert und mundete
vorzüglich. Die Gesellschaft
unterhielt sich angeregt und erwartete
gespannt die Weinprobe bei unserem
Winzer. Uns wurden dann mit viel Witz
und geistreichen Sprüchen sechs
verschiedene Weine zur Verkostung
angeboten. Ein Wein schmeckte besser
als der andere und die Zungen lösten
sich.
Wir begeisterten unseren
Wirt mit einigen Trinkliedern und
Witzen, sodass er immer mehr in Fahrt
kam und uns noch einige pikante Geschichten
aus seinem Leben kredenzte. Ach ja,
Winzer im Elbtal müsste man sein.
Nun war aber Kaffeezeit und man labte
sich noch an einem Stück "Eierschecke",
bevor die Rückfahrt mit unserem
Bus startete.
Herr Dähne hatte
die brillante Idee, dem kleinen Ort
Kötzschenbroda noch einen Besuch
abzustatten. Altkötzschenbroda
ist wegen des historischen Dorfangers
mit seinen vielen Weinstuben, Kneipen
und Cafés der wohl inzwischen
bekannteste Stadtteil von Radebeul.
Wir erfreuten uns bei einem wunderbaren
Spaziergang und einem Schluck Wein,
einer frischen Erdbeerbowle oder einem
kühlen Eis an diesem wunderschönen,
urgemütlichen Fleckchen. Ein
längerer Besuch in Kötzschenbroda
ist wirklich empfehlenswert.
Ganz entspannt genossen
wir die Rückfahrt und kehrten
zum Abendessen noch in den Ritterhof
in Altmittweida ein. Gegen 20:30 Uhr
erreichten wir Köthensdorf und
ein erlebnisreicher Tag mit vielen
schönen Eindrücken näherte
sich dem Ende. Den Ausflüglern
hatte der Tag in den Weinbergen sehr
gut gefallen. Man verabschiedete sich
herzlich voneinander, nicht ohne sich
noch einmal bei allen zu bedanken,
die diesen schönen Frühsommerausflug
mit vorbereitet und organisiert hatten.
Wir sind gespannt, wohin die Reise
im nächsten Jahr geht..
A. Hugel, HVK
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