Am 28. November 2010
fand nun schon zum 10. Male das Pyramide
anschieben im Ortszentrum von Köthensdorf
statt. Bereits zur Tradition geworden
ist dieses jährliche Pyramidenfest,
bei dem die Köthensdorfer und
ihre Gäste das Anschieben feiern.
Das Standortkonzept hatte sich schon
voriges Jahr bewährt, aber es
gab wieder eine kleine Änderung,
um den Platz optimaler zu nutzen.
Es arbeiteten viele fleißige
Helfer mit, um diesen wichtigen Adventsnachmittag
vorzubereiten. Am Samstag baute man
bereits die Pyramide auf. Die Figuren
wurden dann am Sonntagvormittag montiert.
Auf dem Festplatz verlegten die Helfer
Elektroleitungen und installierten
die Beleuchtung in den Verkaufsständen,
außerdem wurden lange Lichterketten
gespannt. Die Gemeindearbeiter hatten
bereits in der Woche die 4 Verkaufshäuschen
und die neue Bühne aufgebaut.
Die Musikanlage richtete man am Sonntagvormittag
ein. Ebenso wurden die Pavillons,
Tische und Bänke aufgestellt.
Die Vorbereitungen zum Pyramidenfest
dauerten schon lange Zeit vor dem
1. Advent an, weil bestimmte Genehmigungen
eingeholt und diverse andere Dinge
organisiert werden mussten.
Bei bestem Wetter (kein
Wind und leichte Minusgrade) trafen
die ersten Besucher, angelockt von
weihnachtlicher Musik, Glühwein-
und Bratwurstduft, bereits sehr zeitig
auf dem Parkplatz im Ortszentrum von
Köthensdorf ein. Die Tauraer
Posaunen bliesen kräftig in ihre
Instrumente, dass die Weihnachtsbotschaft
weit ins Land schallte. Der Platz
füllte sich zusehends und Heimatfreundin
Kerstin Schreckenbach in der Funktion
des Festmoderators konnte knapp 400
Besucher auf dem Parkplatz an der
Schulstraße begrüßen.
Unser wiedergewählter, ehrenamtlicher
Bürgermeister Klaus Vivus stimmte
uns mit seiner Eröffnungsrede
auf das Pyramide anschieben und auf
die Adventszeit ein, weiterhin bedankte
er sich für das Vertrauen und
nannte einige Aufgaben, die wir gemeinsam
in den nächsten Jahren bewältigen
werden, außerdem bedankte er
sich bei allen Helfern und Mitwirkenden
des Köthensdorfer Pyramidenfestes,
die sich in ihrer Freizeit engagieren,
dass die Gäste aus nah und fern
einen schönen Adventsnachmittag
erleben können. Klaus Vivus wünschte
eine besinnliche Weihnachtszeit und
gutes Gelingen an diesem Nachmittag.
Anschließend kam man gleich
zur wichtigsten Zeremonie, dem Anschieben
der Weihnachtspyramide. Nach einem
kleinen Gedicht und der Frage, ob
alle bereit wären, erfolgte das
Kommando: "Schiebt an, Schiebt
an, Schiebt an!!!" Die Köthensdorfer
Weihnachtspyramide setzte sich würdevoll
in Bewegung, die Lichter blitzten
festlich und die verschiedenen Figuren
erzählten vom Alltag in unserem
Dorf.
Nun folgte auf der Bühne
das abwechslungsreiche Programm des
Kindergartens "Rasselbande".
Die Kinder des Chores sangen bekannte
Weihnachtslieder und sagten Gedichte
auf. Die Leute freuten sich und applaudierten
begeistert. Dann wurde der Weihnachtsmann
mehrmals gerufen. Er tauchte endlich
zwischen den Leuten mit seinen Geschenkesäcken
auf, hatte seine Feuerwehr-Wichtel
als Helfer dabei, betrat die Bühne
und überreichte den Chorkindern
ein Geschenk. Anschließend durften
alle Kinder den Weihnachtsmann auf
der Bühne besuchen, ein Gedicht
aufsagen oder ein Lied singen und
sie bekamen ein kleines Geschenk überreicht.
Hier konnten die Zuhörer schon
einige kleine Künstler mit Talent
erleben. Der Weihnachtsmann wurde
bis zum nächsten Jahr verabschiedet
und alle "Anschieber" wandten
sich wieder Essen und Trinken zu und
unterhielten sich lebhaft. Seinen
Hunger konnte man bei Schuberts Imbiss
und an der Köthensdorfer Gulaschkanone
stillen. Den Getränkeverkauf
mit Glühwein und anderen diversen
Erfrischungen organisierte der Heimatverein
Köthensdorf, wobei der Glühwein
nicht "elektrisch", sondern
in der Gulaschkanone erhitzt wurde.
Sehr gut mundeten die verschiedenen
Bratwurstsorten, Minikrapfen, Fischbrötchen
und ein gut gewürzter Gyros.
Am Stand des Imkervereins
trank man warmen Met und kaufte andere
gesunde Honigerzeugnisse ein. Bei
der Firma Langhanki konnte man weihnachtliche
Holzkunst, Bücher und Spielzeug
erwerben. Der Glühweinverbrauch
lag an diesem Nachmittag bei ca. 150
Litern. Das war mehr als im Vorjahr,
was wahrscheinlich am schönen
Winterwetter lag. Trotzdem hatten
die meisten Gäste den Festplatz
schon gegen 19 Uhr verlassen und nur
ein paar kleine Grüppchen tranken
noch Glühwein und unterhielten
sich. Am Abend wurden von einigen
Helfern die Planen der Pavillons noch
abgenommen, die Musikanlage abgebaut
und die Verkaufshäuschen gesichert.
Am Montagvormittag erfolgte das große
Abbauen und Aufräumen, um den
Parkplatz wieder freizumachen. Nur
leere Getränkekisten, volle Abfallsäcke,
ein Haufen Elektromaterial, Planen
und die losen Stangen der Pavillons
erinnerten zu diesem Zeitpunkt an
das 10. Pyramidenfest am 1. Advent
2010 in Köthensdorf.
Wir bedanken uns ganz
herzlich bei allen freiwilligen Helfern
und deren Familien (die jedes Jahr
meistens die gleichen sind), die wieder
das Fest vorbereiteten, durchführten
und auch mit aufräumten. Nur
durch ihren fast selbstlosen Einsatz
wurde dieses Pyramidenfest in Köthensdorf
wieder möglich. Unser Dank gilt
natürlich auch allen "Anschiebern",
die mit ihrem Besuch die Arbeit der
Helfer zu würdigen wissen. Außerdem
möchten wir uns an dieser Stelle
bei den Sponsoren bedanken, die uns
mit Elektromaterial und Sachspenden
unterstützten. Im Vorfeld waren
umfangreiche Reparaturen an der Pyramide
notwendig, die das Pyramidenkonto
stark belasteten. Es könnte in
Zukunft wieder eine Spendenaktion
in der Bevölkerung notwendig
werden und auch Helfer sind jedes
Jahr notwendig, dass sich die Köthensdorfer
Pyramide weiter drehen kann.
Freuen wir uns auf das
11. Köthensdorfer Pyramidenfest
im nächsten Jahr. Der Heimatverein
Köthensdorf e.V. wünscht
allen Einwohnern unseres Ortes ein
frohes und besinnliches Weihnachtsfest
2010 und alles erdenklich Gute für
das Jahr 2011.
A.Hugel,
HVK
|