Am 30. November 2008
fand zum 8. Male das Pyramideanschieben
im Ortszentrum von Köthensdorf
statt. Bereits zur Tradition geworden
ist dieses jährliche Pyramidenfest,
bei dem die Köthensdorfer und
ihre Gäste das Anschieben feiern.
Das neue Standortkonzept
hatte sich schon voriges Jahr bewährt,
aber es gab trotzdem wieder Änderungen,
um den Platz optimaler zu nutzen.
Es arbeiteten wieder viele fleißige
Helfer mit, um diesen Adventsnachmittag
vorzubereiten. Am Samstag baute man
bereits die Pyramide auf. Die Figuren
wurden dann am Sonntagvormittag aufgesetzt.
Auf dem Festplatz verlegten die Helfer
Elektroleitungen und installierten
die Beleuchtung, auch hatte man dieses
Jahr viele Lichterketten zur Verfügung.
Die Gemeindearbeiter hatten bereits
in der Woche die 3 Verkaufshäuschen
aufgebaut. Bei der Bühne musste
stark improvisiert werden, weil die
kleine Bühne der Gemeinde "einsturzgefährdet"
ist und nicht mehr aufgebaut werden
darf, legte man Balken und Bretter
hin. Im nächsten Jahr soll es
dann eine neue Bühne geben. Die
Musikanlage richtete man am Sonntagvormittag
ein. Ebenso wurden die Pavillons,
Tische und Bänke aufgestellt.
Die Vorbereitungen zum Pyramidenfest
dauerten schon lange Zeit vor dem
1. Advent an, weil viele große
und kleine Dinge bedacht werden mussten.
Aber dann war es soweit,
am 30. November kurz vor 16 Uhr trafen
bei bestem Wetter die ersten Besucher,
angelockt von weihnachtlicher Musik,
Glühwein- und Bratwurstduft,
auf dem Parkplatz im Ortszentrum von
Köthensdorf ein. Die Tauraer
Posaunen bliesen kräftig in ihre
Instrumente, dass die Weihnachtsbotschaft
weit ins Land schallte. Der Platz
füllte sich zusehends und es
war kein Durchkommen mehr. Heimatfreundin
Kerstin Schreckenbach in der Funktion
des Festmoderators begrüßte
die ca. 500 Besucher auf dem Parkplatz
und auf der Schulstraße. Sie
machte die anwesenden Gäste mit
dem Programmablauf vertraut.
Seinen Hunger konnte
man bei Schuberts Imbiss und an der
Köthensdorfer Gulaschkanone stillen.
Den Getränkeverkauf mit Glühwein
und anderen diversen Erfrischungen
organisierte der Heimatverein Köthensdorf,
wobei der Glühwein nicht elektrisch,
sondern mit in der Gulaschkanone erhitzt
wurde. Lecker! Auch lecker waren Bratwürste,
Schaschlik, Fettbemmen, Fischbrötchen
und eine gut gewürzte Nudelpfanne.
Am Stand des Imkervereins trank man
warmen Met und kaufte andere gesunde
Honigerzeugnisse ein.
Unser Bürgermeister
Herr Viertel stimmte uns mit seinem
Grußwort auf das Pyramideanschieben
und auf die Adventszeit ein, wünschte
weiterhin eine besinnliche Weihnachtszeit
und gutes Gelingen an diesem Nachmittag.
Anschließend erfolgte das Kommando:
"Schiebt an, Schiebt an, Schiebt
an!!!" Die Köthensdorfer
Weihnachtspyramide setzte sich würdevoll
in Bewegung, die Lichter blitzten
festlich und die Figuren erzählten
vom Alltag in unserem Dorf.
Nun folgte auf der Bühne
das abwechslungsreiche Programm des
Kindergartens "Rasselbande".
Unsere Kleinen sangen bekannte Weihnachtslieder
und sagten Gedichte auf. Die Leute
freuten sich und applaudierten begeistert.
Dann wurde der Weihnachtsmann mehrmals
gerufen. Er tauchte zwischen den Leuten
mit seinem Bollerwagen auf, betrat
die Bühne und überreichte
allen Chorkindern ein Geschenk. Anschließend
durften alle Kinder den Weihnachtsmann
auf der Bühne besuchen, ein Gedicht
aufsagen oder ein Lied singen und
sie bekamen ein kleines Geschenk überreicht.
Hier konnten die Zuhörer schon
einige kleine Künstler mit Talent
erleben. Die Tauraer Posaunen verabschiedeten
sich noch mit einigen Liedern zur
Weihnachtszeit. Alle Anschieber wandten
sich wieder Essen und Trinken zu und
unterhielten sich lebhaft. Die Glühweinverkäuferinnen
gerieten zeitweise unter leichten
Stress. Der Glühweinverbrauch
lag an diesem Nachmittag bei über
150 Litern. Es hätte noch mehr
Glühwein getrunken werden können,
aber einige Kästen hatten sich
irgendwie "verflüchtigt"
und waren auch leer nicht mehr auffindbar?!
Bei flotter Musik hielten
es die letzten Gäste bis kurz
nach 20 Uhr aus. Am Abend wurden von
einigen Helfern die Planen der Pavillons
noch abgenommen. Am Montagvormittag
erfolgte das große Abbauen und
Aufräumen, um den Parkplatz wieder
freizumachen. Nur leere Getränkekisten,
volle Abfallsäcke, ein Haufen
Elektromaterial, Planen und die losen
Stangen der Pavillons erinnerten zu
diesem Zeitpunkt an das 8. Pyramidenfest
in Köthensdorf.
Wir bedanken uns noch
einmal ganz herzlich bei allen freiwilligen
Helfern und deren Familien (die jedes
Jahr meistens die gleichen sind),
die wieder das Fest vorbereiteten,
durchführten und auch mit aufräumten.
Nur durch ihren fast selbstlosen Einsatz,
der in der heutigen Zeit gar nicht
so selbstverständlich ist, wurde
dieses Pyramidenfest in Köthensdorf
wieder möglich, ob die Durchführung
zukünftig wieder so selbstverständlich
ist, bleibt bei Auswertung gewisser
Randerscheinungen abzuwarten.
A. Hugel
|