Die Tradition mit dem gewissen Etwas ­ Maibaumsetzen und Hexenfeuer in Taura

Taura (RH) Für einige Überraschung sorgte der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Taura beim diesjährigen Maibaumsetzen in Tauras Ortsmitte mit dem frisch gefällten und in saftigem grün stehenden Birkenbäumchen.
In strenger Maibaumprozession wurde es herangetragen und unter ungläubigen und staunenden Blicken der Schaulustigen bis zum Setzen vorbereitet. Erst als der Maikranz nicht so richtig passen wollte, wurde das "Versehen" bemerkt. Die mit Sirenengeheul gerufene Verstärkung hatte aber dann das richtige Maiengehölz im Gepäck und allerorten war ein heiteres und erleichtertes Raunen zu vernehmen.

So ein Maibaum ist schon schwer

Nachdem im vorletztem Jahr der alte Maibaum beim Einholen entzwei brach und im vergangenem Jahr ein holzfarbener, weil frischer Maibaum, gesetzt wurde, konnten die Floriansjünger nun einen wieder in kräftigem gelb leuchtenden Maibaum präsentieren. Grünes Bandelwerk umhüllt den 13 Meter hohen Stamm und der weithin sichtbare Kranz vom Gartenbaubetrieb und Baumschule Gottfried Beer grüßt nun wieder alle Tauraer und ihre Gäste.

Traditionsgemäß setzte sich das Programm auf Tauras höchster Erhebung fort. Wiederum staunende Blicke waren dort auszumachen, gab es in diesem Jahr doch zwei große Scheiterhaufen auf dem Berg. Wurden nun die beiden Hexen vorgestellt, dachte ein mancher schon des Rätsels Lösung gefunden zu haben. Aber weit gefehlt. Beide schaurigen Zeitgenossen wurden nach der Siegerehrung auf ein und demselben
Haufen gehievt. Apropos Siegerehrung, fast schon traditionsgemäß erhielten die Familien Heise und Tillner für ihre schaurige Hexe den begehrten neuen Wanderpokal, nachdem ihnen der im vergangenem Jahr versehentlich vorenthaltene alte Wanderpokal überreicht wurde. Nach dreimaligem Sieg in Folge geht ein solcher Pokal in den Besitz der Sieger über. Auch das ist Tradition. Eine extra live auf dem Lindenberg gekürte wirklich unabhängige Jury aus Bürgermeister Klaus Vivus, dem Vorsitzenden des Rassekaninchenzüchtervereines Stefan Kreim und Tierwirtin Sarah Uhlig fällte aber auch in diesem Jahr eine eindeutige Entscheidung und so erhielten die Freunde der Gartensparte Rosenstraße wieder nur den undankbaren zweiten Platz.

Vorbereitungen für das Hexenfeuer
Hexenfeuer

In der einsetzenden Dämmerung schließlich wurde der Lindenberg in bizarren Feuerschein getaucht, welcher durch öfteres Nachlegen bis weit nach Mitternacht zu sehen war. Für die notwendige Sicherheit bei einem solchen Feuer war durch die Freiwillige Feuerwehren Köthensdorf und Taura mit Hilfe eines großen Wasserfasses der GRUMA Agrar GmbH Tauscha vorgesorgt worden. Von der Wärmeentwicklung des Feuers durstig gewordene Besucher konnten sich an den vorhandenen Ständen - zur Verfügung gesteilt von der Gemeindeverwaltung Taura und Dank der Hilfe von Elektroinstallateur Tilo Kirchübel und Elektro-Grundei mit Licht und Strom versorgt - mit Flüssigem von Annett`s Getränkecenter eindecken und auch für hungrige Zeitgeister hatte der Förderverein der Feuerwehr Taura ein reichhaltiges Menü auf dem Lindenberg angerichtet. Vom saftigen Steak oder einer Bockwurst von der Fleischerei Clauß und Fischbrötchen von der Bäckerei Helbig bis hin zur einfachen Fettbemme, lecker zubereitet von der Frauenbrandschutzgruppe Taura, gab es etwas für jeden Gaumen.

Hexenfeuer

Gäste aus Nah und Fern fanden den Weg in die Chemnitztalgerneinde, sei es aus Köthensdorf, Burgstädt oder gar aus Dresden. Die besondere Atmosphäre beim Tauraer Hexenfeuer wurde immer wieder hervorgehoben. Die hübschen Buden, die Idee eines Hexenwettbewerbes, der Rundumblick über das angrenzende Umland, die fleißige Bedienung aber auch die Möglichkeit sich zu treffen stand bei vielen im Mittelpunkt. So bleibt zu hoffen, dass die Tradition mit dem gewissen Etwas noch viele Jahre weitergeführt wird.

Fotos: Robin Helmert und Robert Haslinger




Quelle: Gemeinde Taura - Homepage
http://www.gemeinde-taura.de