Taura(rhas/RH). In
alter Tradition wurde am letzten Aprilwochenende
der Tauraer Maibaum gesetzt und damit
die hiesige Walpurgisnacht eröffnet.
Unter dem Beifall zahlreicher Schaulustiger
und dem wachen Blick der maibaumerfahrenen
Köthensdorfer Feuerwehrleute
richteten die Tauraer Floriansjünger
den rund 12 Meter hohen Baum auf dem
Marktplatz im Ortszentrum auf. Mit
dem farbenfrohen Maikranz, frisch
gebunden von der Fa. Holger Beer,
und der grün-weißen Farbe
erhebt er sich nun wieder in den Tauraer
Himmel.
Viele Gäste nahmen
anschließend den beschwerlichen
Weg hinauf zum Lindenberg auf sich.
Die Hexen indes erhielten in diesem
Jahr erstmalig eine kostenlose Taxifahrt
zum Scheiterhaufen. Immerhin vier
ihrer Artgenossinnen wurden im Laufe
des letzten Jahres innerhalb der Ortsgrenzen
dingfest gemacht. Neben allerhand
Flüssigem für die trockenen
Kehlen von Annettes Getränkecenter
erwarteten die Besucher auf dem Festgelände
frische Fischbrötchen, Speckfettbemmen,
Wiener oder auch verschiedene Spezialitäten
vom Grill aus dem Hause der Fleischerei
Clauß. Dank dem Engagement der
Fa. Elektro-Kirchhübel sowie
den fleißigen Helfern der Gemeindeverwaltung
erstrahlten die Buden und der ganze
Lindenberg bei einsetzender Dämmerung
in tausend farbigen Lichtern.
Natürlich wurde
die schrecklichste Hexe auf dem Scheiterhaufen
besonders geehrt und so erhielten
die Familien Heisse und Tillner den
Wanderpokal zur sicheren Aufbewahrung.
Das Feuer verschlang die grässlichen
Ungetüme schnell und teils unter
lautem Getöse. Bis weit in die
Nacht wärmte der wohlige Schein
der Flammen die Gäste.
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