Fahrradbegeisterte entdecken
Sauerkrauthobel und "Alte Schmiede"

Markersdorf-Taura (RK/RH). Begleitet von einem Klingelkonzert trafen am ersten August-Samstag rund einhundert Radbegeisterte auf der Ladestraße des Museumsbahnhofes Markersdorf-Taura ein. Gestartet waren sie sowohl an der Chemnitzer Schönherrfabrik, dem Ausgangspunkt des Chemnitztalradweges, als auch am Bad in Limbach-Oberfrohna. Zum ersten "Rad- und Wandertag im Chemnitztal" wurden so unter ortskundiger Führung entlang des zukünftigen Chemnitztalradweges schon einmal interessante Ausflugsziele erkundet.
Auf dem Museumsbahnhof der Eisenbahnfreunde Chemnitztal konnten die menschlichen Batterien wieder aufgeladen und die sprichwörtlich knurrenden Mägen beruhigt werden. Leckere Bratwurst, Wiener oder Fischbrötchen mundeten vortrefflich.

Dank verschiedener Angebote stellte der Museumsbahnhof ein gutes Ziel für eine Radwanderung dar. Naturburschen und auch -damen wurde eine Führung auf dem Markersdorfer Naturlehrpfad durch den Naturführer Armin Ludwig vom Bund für Umwelt- und Naturschutz offeriert. Technikbegeisterte dagegen nutzten den Dieseldraisinezug der Eisenbahnfreunde zur Ausflugsfahrt zum Amselgrund.

Rad- und Wandertag lockt viele Besucher zum Museumsbahnhof Markersdorf-Taura
Das ausgefallenste Objekt an diesem Tage war sicherlich der Sauerkrauthobel

Für Besucher mit Interesse an einer naturnahen Freizeitgestaltung gab es reichlich Informationen im alten Güterboden. Der Naturpark Muldenland e.V. zeigte einen Film zur mittelsächsischen Tourismuslandschaft auf einer großen Leinwand. Sicher nicht jedem war bis jetzt bekannt, dass Eduard Bilz, der "Vater der Naturheilkunde", in Arnsdorf bei Penig geboren wurde. Hierzu informierte der Bilz-Bund für Naturheilkunde e. V. Im vielfältigen Prospektmaterial über "Rad fahren", "Wandern" und "Gesund leben" in der Region fand jeder das Passende.
Das ausgefallenste Objekt an diesem Tage war sicherlich der Sauerkrauthobel. Dieter Storl von der Initiative "Natur erleben" drehte die Kurbel und verarbeitete Kohlköpfe zu Weißkraut. Wie zu Uromas Zeiten konnte das 100 Jahre alte Haushaltgerät im Einsatz erlebt und das frisch hergestellte Kraut an Ort und Stelle gekostet und erworben werden.

Für die radbegeisterte Schar war am Nachmittag eine Tour zur Alten Schmiede nach Wechselburg organisiert. Jörg Müller wies den Weg auf der vierzehn Kilometer langen Fahrt. Seiner Initiative war auch die Veranstaltung "Rad- und Wandertag" entwachsen. Der ehemalige Schmiedemeister der Alten Wechselburger Schmiede erwartete die Pedalritter bereits. Auf einer Extraführung durch sein Haus erläuterte er den Gästen seine Schmiedekunst.

Auf der Rückfahrt diente natürlich der Museumsbahnhof neuerlich als Rastplatz, liegt er doch ideal auf halbem Wege zwischen idyllischem Muldental und dem Chemnitzer Großstadtgetümmel. Zur letzten Abfahrt, der Richtung Heimat, zeigte Draisinen-Fahrdienstleiter Robert Köhler von den Eisenbahnfreunden auch ausnahmsweise einmal "Fahrt Frei!" für die luftbereifte Zweiradkompanie. Dank des überaus großen Interesses an einer solchen Veranstaltung wird es wohl auch im kommenden Jahr wieder einen "Rad- und Wandertag im Chemnitztal" geben.

Text und Foto: Eisenbahnfreunde Chemnitztal


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Quelle: Gemeinde Taura - Homepage
http://www.gemeinde-taura.de