Obwohl
das Gebiet um Taura urkundlich bereits
892 erwähnt wurde, ist eine Urkunde
über die Gründung des Ortes
selbst leider nicht mehr vorhanden.
Wahrscheinlich ging diese in den Wirren
des Dreißigjährigen Krieges
verloren. Deshalb lässt sich
auch der Zeitpunkt der Gründung
nur annähernd durch einen entsprechenden
Vergleich feststellen. Dieser mühevollen
Arbeit hat sich Arthur Beil in seinen
Beiträgen zur Geschichte Tauras
1913 unterzogen. Nachfolgend ein gekürzter
Auszug aus den Ergebnissen seiner
Arbeit:
Trotzdem der Ortsname
wendischen Ursprungs ist, hat sich
weder in Erdfunden noch in der Flurverteilung
das frühere Vorhandensein von
Wenden feststellen lassen. War eine
sorbische Siedlung wirklich der Ausgangspunkt,
so kann dies nur ein Weiler von wenigen
Hütten gewesen sein. Somit ist
anzunehmen, dass Taura in Verbindung
mit der Entstehung des Klosters Zschillen,
dem heutigen Wechselburg, gegründet
wurde. Die Klöster Chemnitz sowie
Zschillen waren 1136 und 1168 entstanden.
1144 wurde Kloster Remse bezogen.
Diesen Gründungen folgten die
Ansiedlungen in dem Klosterbesitz
zur besseren Ausnutzung des Bodens
und zur Erhöhung der Klostereinkünfte.
Zu diesem Zweck zog man aus den reichbevölkerten
Gegenden Westdeutschlands Siedlungslustige
herbei. So waren zum Beispiel nach
einer Untersuchung von Seidel aus
dem Jahre 1906 die Einwanderer um
Limbach Rheinfranken. Ebenso ergibt
sich aus den die Stiftung des Klosters
Zschillen begleitenden Urkunden, dass
der dem Kloster zufallende Besitz
(östlich unserer Ortsflur) im
Jahre 1168 noch unbebaut lag.
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