Um
das Jahr 1220 wird als Grundherr ein
Herr von Rochsberg genannt, der die
zwischen den Klostergebieten Zschillen
und Chemnitz liegenden Flächen
besaß. Sein Erbe wurde der Burggraf
von Altenburg. 1323 fiel nach der
kaiserlichen Zustimmung und nach der
Vermählung mit der Burggräfin
Elisabeth von Altenburg der
letzten derer von Altenburg
unser Gebiet an die Feudalherrschaft
Penig.
Im Laufe der Jahrhunderte
entwickelte sich Taura zu einem großen
Waldhufendorf mit eigener Kirche und
Schule. Dabei erfuhr der Ort im Dreißigjährige
Krieg einen furchtbaren Niedergang.
So brannten im Jahre 1632 fliehende
Wallensteinische Söldner den
Ort nieder. 24 Güter und 11 Häuser
wurden durch die Feuersbrunst vollständig
vernichtet Am Ende des Krieges waren
die Einwohner bis auf die Bewohner
von fünf Feuerstätten umgekommen
oder gestorben. Hunderte Jahre dauerte
es, bis das Dorf die Einwohnerzahl
wieder erreichte, die es vor dem Dreißigjährigen
Krieg aufwies.
Auch in den Folgejahren
kamen die Bürger nicht zur Ruhe.
1706 ließ Karl XII. Einen Teil
seines Heeres, das ostgotische Infanterieregiment,
in dem Ort zur Erholung und Verpflegung
einquartieren, was die Einwohner viele
Opfer kostete. Stark belasteten die
Schlesischen Kriege, darunter besonders
der Siebenjährige Krieg (1767
- 73), die Einwohner unseres Ortes.
1772 forderten Misswachstum und Teuerung
91 Opfer. Zum Vergleich: im Jahresdurchschnitt
starben damals 30 Tauraer.
Große Aufregung
brachte dem Ort der berühmte
Bauernaufstand unter der Führung
des ortsansässigen Johann Gottfried
Lindner im Jahre 1790.
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