Nachdem
sich im hiesigen Territorium im 12.
Jahrhundert die deutsche Feudalherrschaft
gefestigt hatte und die Herren von
Waldenburg, Wolkenburg und Rochsberg
mit den Ländereien zwischen Mulde
und Chemnitz belehnt worden waren,
konnten sie daran gehen, das Land
zu kolonisieren.
Auch das Gebiet der
späteren Gemeinde Köthensdorf
gehörte in der zweiten Hälfte
des 12. Jahrhunderts den Herren von
Rochsberg. Da die katholische Kirche
bei der Kolonisation eine große
Rolle spielte, wurde im Einverständnis
zwischen dem Feudalherren und den
Mönchen des Klosters Zschillen
(heute Wechselburg) die Ansiedlung
deutscher Bauern vorbereitet. So entstand
Köthensdorf als zweireihiges
Waldhufendorf. Die Hufen der "Mitternachtsseite"
zogen sich von der Dorfstraße
nach Norden bis zum Chemnitztal hin,
die der "Mittagsseite" in
südlicher Richtung bis zum Schützwald.
Waren die ersten Häuser und Ställe
der Ansiedler sicher nur kümmerliche
Hütten, so entstanden doch mit
der Zeit ansehnliche Höfe.
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