Köthensdorf - Wahl des ersten Gemeinderates

Am 5. Februar 1839 erfolgte auch in Köthensdorf die Einführung der Landgemeindeordnung. Alle über 25 Jahre alten männlichen Einwohner des Dorfes wurden an diesem Tag in die Schenke im Lehngut eingeladen, um an der Wahl teilzunehmen. 68 Einwohner waren erschienen. Sie wählten mit Stimmzettel Vertreter aus vier Gruppen für den Gemeinderat: Gruppe A (Bauern) fünf Vertreter, Gruppe B (Gärtner) einen Vertreter, Gruppe C (Hausbesitzer) vier Vertreter, Gruppe D (Hausgenossen) zwei Vertreter.

Am 15. Februar begaben sich die gewählten Gemeinderäte zur Gerichtsstelle in Limbach. Dort wählten sie mit Stimmzetteln aus ihren Reihen Carl Gottlob Bonitz zum Gemeindevorsteher, Johann Adam Winkler zum stellvertretenden Gemeindevorsteher und Johann Georg Bölling zum Gemeindeältesten (alle aus Gruppe A).

Der Gemeinderat tagte bis 1843 in der Schenke im Lehngut. Infolge eines Streites zwischen dem Gemeinderat und dem Käufer des Schenkgutes, C. F. Uhlig, stellte der Gemeinderat Adam Winkler (ehemals Gut von Willi Matthes) in seinem Gut einen Raum zur Verfügung.

 

Im Jahre 1848 verlegte der Rat seinen Sitzungsraum in die Thielesche Gastwirtschaft.


Quelle: Taura und Köthensdorf-R. - Unser Heimatbuch - 1996

   


Quelle: Gemeinde Taura - Homepage
http://www.gemeinde-taura.de