Vorstellung der Gemeinde Taura

Aktuelles Wappen von Taura Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Gebiet um Taura bereits 892. Das Gründungsjahr von Turowel, dann Turow und Thaura liegt um 1160 und steht in enger Verbindung mit dem Entstehen des Klosters Zschillen (heute Wechselburg). Der Ortsname ist vermutlich eine Ableitung von "Ur" oder "Auerochs". Damit ist auch der Inhalt des Gemeindewappens und des Siegels zu erklären. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Taura zu einem beachtlichen Waldhufendorf mit eigener Kirche und Schule.

Durch die Bildung der Einheitsgemeinde Köthensdorf-Reitzenhain und Taura am 1. März 1994 wurde eine seit Jahrhunderten bestehende enge Verbindung vertraglich sanktioniert. Die urkundliche Ersterwähnung von Köthensdorf, das damals "Kottmarsdorf" oder "Kethensdorf" genannt wurde, stammt von 1490. War das Dorf zunächst der Grafschaft Rochlitz zugeschlagen, kam es später zur Herrschaft Rochsburg und fiel nach deren Aufteilung durch die Burggrafen Otto und Albrecht 1436 an Penig.

Ihre östliche Begrenzung findet die Gemeinde Taura im Chemnitzfluss und den sich anschließenden Granulitfelsen. Im Südosten grenzen das Oberzentrum Chemnitz mit dem Stadtteil Wittgensdorf und die Gemeinde Lichtenau mit dem OT Auerswalde an. Nachbar im Nordosten ist der Ortsteil Markersdorf der Gemeinde Claußnitz und im Westen Burgstädt. In ihren Flurgrenzen umfasst die Gemeinde Taura eine Fläche von 1111 ha. Davon sind 605 ha Ackerland, 265 ha Grünland, 50 ha Wald und 20 ha Wasserfläche. Von der Gesamtfläche zählen außerdem 30 ha zum Landschaftsschutzgebiet entlang der Chemnitz.
Verkehrsmäßig gesehen liegt Taura an den Verbindungsachsen Mittweida-Burgstädt-Limbach-Oberfrohna-Penig; Chemnitz-Burgstädt-Leipzig und Burgstädt-Chemnitz-Dresden.

Historisch betrachtet bestimmten zunächst lediglich Ackerbau und Viehzucht das wirtschaftliche Leben im Dorf. Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sich jedoch auch Industriebetriebe. Bis heute wird zum Beispiel in Köthensdorf das Gedenken an Johann Esche bewahrt. Am 03.05.1682 im Ort geboren, gilt er als der geistige Vater der sächsischen Strumpfweberei.
Als die Gutsherrin Helene Dorothee von Schönberg am 27.02.1785 für ihre Dorfstrumpfwirker in Limbach (heute Limbach-Oberfrohna) das selbständige Innungsrecht erwarb, traten aus der rittergutschaftlichen Domäne Köthensdorf zur Gründungsversammlung 13 Strumpfwirkermeister bei. Bis zur Auflösung der Innung erwarben aus Köthensdorf 232 Handwerksmeister das Recht der Strumpfwirkerei. So bezeichnet man sicher Köthensdorf-R. zu Recht als Strumpfwirkerdorf.

Tauras Entwicklung zu einem Industriestandort begann im 19. und 20. Jh. Firmen der Textilbranche wie Knott, Koch, Unger und "Doppelmoppel" waren und sind weit über Taura hinaus ein Begriff. Mit der Entwicklung der Textilindustrie prägten sich mehr und mehr Handwerk und Handel aus. Hervorzuheben sind jedoch auch die seit Jahrzehnten existierenden 4 Gärtnereien bzw. Baumschulen.
2004 leben in der Gemeinde 2690 Einwohner. 120 Gewerbeanmeldungen mit über 600 Arbeitnehmern zeugen von einer guten Wirtschaftsstruktur.
Seit 1994 sind Taura und Köthensdorf auch durch einen Fahrradwanderweg verbunden. Bis 1999 kamen drei weitere hinzu. Der Kreiswanderweg führt durch den Forst und über den Lindenberg.
In einer neuen Kinderkrippe, zwei sanierten Kindertagesstätten, einer Grundschule und dem Schulhort werden die Kinder unterrichtet und betreut.
Die Sächsische Landjugend e.V. und die landeskirchliche Gemeinschaft sowie die Gemeinde Taura bieten im Jugendclub Freizeitangebote an. Die Volkssolidarität unterhält eine Seniorenbetreuung.
Anfang September 1995 wurde an das Deutsche Rote Kreuz als freien Träger ein Altenpflegeheim mit 60 Betten übergeben. Im Altbau sind sechs Wohnungseinheiten für betreutes Wohnen entstanden. Für ansiedlungswillige Neubürger der Gemeinde wurden neben bereits erfolgten Lückenbebauungen zwei kleine Wohngebiete erschlossen und bebaut.
Seit 1990 fühlt sich die Gemeinde wieder verstärkt der Vereins- und Traditionspflege verpflichtet. Gegenwärtig wirken zwei Kameradschaften der Freiwilligen Feuerwehr und eine Gruppe der Jugendfeuerwehr. Zwei Kleingarten- und Kleintierzüchtervereine, zwei Heimatvereine, Kirchen- und Posaunenchor, die Volkstanzgruppe "Die Taurasteiner", der Kulturverein Taura e.V., die Damengesangsgruppe "Musici", die Aquarianer, die Schützengesellschaft Taura e.V. sowie der eingetragene Verein der Grundschule bemühen sich besonders um die kulturellen Belange der Dorfgemeinschaft. Auch der Hundesportverein Taura-Burgstädt und zwei Jagdgenossenschaften verzeichnen wachsenden Zuspruch. Damengymnastik und der Fußballsportverein bestehen seit über neun Jahrzehnten.

Die jährlichen Kindergarten- und Hortfeste, das Abschlussfest der Grundschule sowie Volksfeste sind bei jung und alt beliebt.
Da gibt es das Setzen des Maibaumes am 30. April auf dem Marktplatz in Taura und das anschließende "Hexenfeuer" auf dem Lindenberg. Dem folgen das Setzen des Maibaumes im Zentrum des Ortsteiles Köthensdorf, das Gartenfest im Sommer auf dem Lindenberg, am 1. Sonnabend im November die Kirmes mit der Nachmittagsveranstaltung und dem Kirmestanz in der Mehrzweckhalle, am 1. Advent das Anschieben der Pyramide im Ortsteil Köthensdorf und zum Jahresabschluss am 2. Advent das Anschieben der Pyramide vor dem Rathaus in Taura mit dem Weihnachtsmarkt und den Ausstellungen.

Erwähnt seien auch die drei Kleintiermärkte im Frühjahr und im Herbst, die jährlich rund 8000 Gäste zur Familie Rühle ins Tauraer Oberdorf bringen.

 

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner, sehr verehrte Gäste, herzlich willkommen in unserer Gemeinde Taura.

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Quelle: Gemeinde Taura - Homepage
http://www.gemeinde-taura.de