Nicht schlecht staunten
viele Gäste des Tauraer Weihnachtsmarktes
am zweiten Adventswochenende, als
mit der Kutsche gleich zwei knorrige
Alte in roter Robe und weißem
Rauschebart vorfuhren.Hatten die Kinder
vom Kindergarten und der Schule nach
ihrem schönen weihnachtlichen
Musikprogramm eben noch kräftig
nach dem Weihnachtsmann gerufen, standen
sie nun wie gebannt vor der kleinen
Marktbühne und wollten ihren
Augen gar nicht recht trauen.
Zwischen dem strahlenden
Tannenbaum und den vielen hübsch
geschmückten Buden mit Roster,
Krapfen, Fisch, Gebäck, Tombolalosen,
wärmenden Handschuhen und Mützen,
erzgebirgischem Weihnachtsschmuck
sowie allerlei duftendem Punsch und
Glühwein waren sich die zwei
altehrwürdigen Herren auf ihrem
Weg nach Taura also begegnet. Und
was lag ihnen näher als sich
gemeinsam den dortigen Kindern zu
widmen. Dennoch ließen es sich
die beiden nicht nehmen, sich über
ihre Geschichte zu unterhalten.
Und so erfuhren die
Marktbesucher vom Bischof Nikolaus
von Myra, der den Bedürftigen
Geschenke in die Schuhe legt und vom
Knecht Ruprecht, welcher das gütig
schenkende Christkind unterstützt
und die bösen Kinder straft.
Tauras Posaunenchor hatte schon zuvor
bei der Markteröffnung durch
Tauras Bürgermeister mit festlicher
Musik auf das bevorstehende Fest eingestimmt.
Und so fand auch das
Konzert von Theresa Tewes viele bewundernde
Zuhörer. Zum Umzug traten Feuerwehr
und Neukirchner Bläserensemble
dann gemeinsam an und begleiteten
die zahlreich getragenen Lampions,
Fackeln und Leuchten durch die Nacht.
Im Café des Kulturvereines
ließ sich bei einem Schälchen
Heeßen und Kuchen trefflich
klönen. Ausgiebig genoss wieder
so mancher das alljährlich heimelige
Flair des Tauraer Weihnachtsmarktes.
| von
Robin Helmert |
Fotos R. Köhler
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