Tradition mit Herz - Weihnachtsmarkt in Taura

"So lange ich hier wohne, so lange komme ich auch auf Tauras Weihnachtsmarkt!" lässt Sabine Driest keinen Zweifel aufkommen. Zusammen mit ihrem Ehemann Joachim hat sie die wenigen Schritte zu Tauras Marktplatz auch in diesem Jahr nicht bereut. "Unser Markt ist schön wie jedesmal. Und das Wetter haben wir auch fast immer auf unserer Seite. Wir haben sogar schon Familienfeiern verschoben, nur um hier sein zu können!" war von beiden zu erfahren. Und eine größere Anerkennung kann man den Organisatoren und Händlern auf Tauras guter Stube auch fast gar nicht entgegenbringen. Zahlt sich doch ihre wochenlange Vorbereitung aus, wenn die Tauraer mit freudigen Gesichtern den Marktplatz bevölkern und von Bude zu Bude schlendern, sich bei Glühwein und Bratwurst treffen und klönen. Und das Flair in Taura ist auch das Besondere, was alle Besucher jedes Jahr aufs Neue anzieht.

Der Weihnachtsmann ist da
Beim Lampionumzug

Anja Smarsly hatte noch einen weiteren Grund in Tauras Ortszentrum zu kommen. Ihre Tochter Lilly Wilhelmine erwartete sehnsüchtig den Weihnachtsmann. Als dieser dem kleinen Mädchen gegenüber stand, war allerdings die Angst dann doch größer als die Neugier. Da konnte auch die Tasse mit der leckeren Schokolade aus des Weihnachtsmanns großen Sack die Zweijährige nur bedingt trösten. Besonders begeistert war Anja Smarsly vom Programm des Kindergartens und der Grundschule auf der kleinen Bühne. "Im nächsten Jahr singt Lilly Wilhelmine dann auch selbst mit" ist sich die 37jährige sicher. Den Lampionumzug in den Abendstunden begleitete das Neukirchner Musikensemble und Tauras Posaunenchor war traditionsgemäß zur Eröffnungsansprache des Tauraer Bürgermeisters Klaus Vivus zu hören. "Tauras Weihnachtsmarkt ist viel schöner als der in Burgstädt." urteilten Gabriele und Manfred Speck ohne zu Zögern. "Schon alleine die Preise stimmen. Ein großes Kompliment an alle, die das machen!" Dennoch resümierte Ute Grundei, dass die Besucher etwas zurückhaltend sind. "Man merkt schon, dass nicht mehr so viel Geld bei den Leuten da ist." Zusammen mit ihrer Tochter verkaufte sie original erzgebirgische Artikel in ihrer hübsch geschmückten Hütte.

Im Weihnachtsmarkt-Kaffee im Gewerbehaus schenkten Siegrid Brodd, Doris Jirmann, Hanna Fischer und weitere fleißige Damen rund 180 Tassen Kaffee aus. Auch Tee und Cappuccino gab es zu Blechkuchen, Torte und Stollen. Und Erika Bonitz betreute den Glockenbasar zu Gunsten des Tauraer Kirchengeläuts. Ansteigende Unterstützung verzeichnete Kulturvereinschefin Heidemarie Neye. "Bei den Vorbereitungen und der Organisation packen mittlerweile auch Leute mit an, die gar nicht bei uns im Verein sind. Tauras Weihnachtsmarkt ist eben echte Tradition geworden, an die viele ihr Herz gehängt haben" meinte sie, bevor die Gruppe Adora aus Burgstädt mit A-Capella­Gesang die Gäste verabschiedete.

Text Robin Helmert




Quelle: Gemeinde Taura - Homepage
http://www.gemeinde-taura.de