Taura (RH). Ein umfangreiches
Programm bot Tauras Dorf- und Vereinsfest
seinen Gästen und Besuchern am
dritten Juniwochenende. Bereits am
Freitag Nachmittag erwartete der Kindergarten
"Villa Kunterbunt" alle
Muttis und Vatis mit ihrem Nachwuchs
zum Kinderfest. Und die Kleinsten
Tauraer wurden dem Namen ihres Hauses
auch beeindruckend gerecht. Stolze
Eltern bannten mit klickenden Fotoapparaten
und surrenden Videokameras die jungen
Schneewittchens, Dornröschens,
Zwerge und Hexen für spätere
Familienabende auf Bild und Film.
"Mehr als drei
Wochen haben wir intensiv geübt"
berichtet Angela Ernst, die Leiterin
der Einrichtung. "Die Größeren
haben etwas mehr geleistet und dafür
sind die Kleineren dann im nächsten
Jahr dran!". Der Besuch einer
großen Schlange war für
die Kinder besonders spannend, jeder
durfte sie anfassen und sich auf die
Schultern legen lassen. Natürlich
besuchten auch zukünftige "Villa
Kunterbunt"- Kinder mit ihren
Eltern das nunmehr fünf Jahre
in Trägerschaft der Volkssolidarität
stehende Haus.
"Wir wollen uns das anschauen"
merkte Anke Matthes an und ließ
ihre kleine Laura schon mal die neue
Luft schnuppern.
Unterdessen kämpfte
auf dem Tauraer Sportplatz schon die
E-JugendMannschaft der Fußballer
um die begehrten Pokale. Ihnen folgten
die Alten Herren auf den Platz. Sportlich
betätigte sich auch Tauras Bürgermeister
im Festzelt, als er mit kräftigen
Hammerschlägen das erste Fass
anstach und das Bier fließen
lies.
In Strömen floss
am Abend allerdings auch kühler
Regen aus den Wolken und Holger Beer
gestand, dass er ob der langen Trockenheit
am Nachmittag noch einen ordentlichen
Regentanz aufgeführt hatte, schränkte
aber umgehend ein: "So stark
war es nun auch wieder nicht gedacht!"
Pfarrer Thomas Alberti versprach daraufhin,
seine Kontakte nach oben zu nutzen
um Petrus zu überreden, die Wehre
doch wieder zu schließen. Die
Milkauer Schalmeien heizten den Gästen
im Zelt ordentlich ein und die "Backsliders"
spielten gute Tanzmusik, sodass der
starke Regen nur den Weg zum Essenstand
des Feuerwehrfördervereines und
zur Bar feuchtfröhlich werden
ließ. Die Gäste nahmen
es allesamt mit Humor.
Alle, die die Nacht
ausgiebig gefeiert hatten, wurden
am Samstag pünktlich zum Mittag
mit kräftigem Kanonendonner geweckt.
Während die Schlafmützen
sich nun erstmal die Augen rieben,
traten die Biathleten schon kräftig
in die Pedale und radelten Richtung
Schützenhaus zum Luftpistole
schießen davon. Auch mit dem
Bogen und dem Luftgewehr hatten sie
noch ihr Können unter Beweis
zu stellen.
Im Bürgerhaus lief
danach der Filmprojektor los und die
Ausstellungen der Vereine zogen Interessierte
Besucher an. Annehilde und Peter Pfefferkorn
zeigten sich von den alten Heimatfilmen
besonders angetan. Peter Pfefferkorn:
"Ich habe mich und viele Tauraer
dort wiedererkannt!" Seine Frau
schwärmte unterdessen von Tauras
Gotteshaus: "Der Glockenturm
hat mich berührt, die Aussicht
über den Ort ist famos. So kannte
man die Kirche ja auch noch gar nicht."
Die Kirchgemeinde bot denn neben der
normalen Führung auch eine "Expressbesichtigung"
an.
Mit jedem Teilnehmer
am Kirchturmlauf kam man dem Wiedererklingen
des Tauraer Glockengeläutes ein
kleines Stück näher. Richtig
stolz war Jaro Rabending aus Burgstädt
über seine errannte Zeit, währenddessen
Jan Weber sich zwei Versuche leistete.
"Ich bin nicht mal mit meiner
zweiten Zeit
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