Taura(RH). Mehr als
200 Besucher konnte die zweitägige
Jungtierschau der Tauraer Kaninchenzüchter
am ersten Juliwochenende in der hiesigen
Mehrzweckhalle allein am Samstag zählen.
131 Tiere präsentierten sich
dabei den interessierten Blicken von
Jung und Alt.
Neben den Tauraer Züchtern
waren auch die Vereine aus Auerswalde
und Claußnitz vertreten. Bereits
am Freitag erfolgte eine Bewertung
der schönsten Tiere im Rahmen
eines Pokalwettbewerbes. Stefan Kreim,
Vorsitzender des Kaninchenzüchtervereines
S 500 Taura, erklärt die Kriterien:
"Ersteinmal zählt der Gesamteindruck
des Tieres. Danach wird nach einem
bundeseinheitlichen Standart eine
Einzelbewertung vorgenommen. Da wird
dann ganz genau hingesehen. Körperbau,
Fell, Pflegezustand, Augenfarbe und
Reinrassigkeit kommen da unter die
Lupe." In Tauras Züchtervereinigung
sind 21 Tierfreunde organisiert. Interessant,
dass alle Altersgruppen vertreten
sind. "Unser jüngster Züchter
ist 13 und die ältesten sind
teilweise über 70." so Stefan
Kreim.
"Leider gingen
fast alle Pokale an Züchter außerhalb
Tauras" zeigt sich Kerstin Lamm
enttäuscht. Die 17-jährige
ist eben dabei die Kaninchen zu füttern
und zu tränken. "Im Normalfall
fressen die Tiere Heu. Dazu gibt es
dann Kraftfutter. Manche Züchter
füttern auch Gemüse oder
Brot zu." Fanny Rockstroh hatte
sich indes ihren Lieblingshase ausgesucht.
"Der ist so weich und die Fellfarbe
ist schön" beschreibt die
zehnjährige einen Castor Rex.
Einige Gäste bedauerten die Tiere,
die dann letztlich alle zum Verzehr
geschlachtet werden. "Am Jahresende,
wenn der Stall voll ist, müssen
einige Tiere weg. Das schöne
ist eben, dass die Zucht mit neuen
Jungtieren weitergeht, auf die der
Züchter ja gespannt wartet. Eine
Zucht ist eben nicht zu vergleichen
mit einem Streichelhasen, der sicher
irgendwann seinen natürlichen
Tod stirbt" merkt Stefan Kreim
abschließend an.
Fotos und Text:
Robin Helmert
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