Ergebnisse der Einwohnerbefragung in Köthensdorf

Ortseingangsschild KöthensdorfLiebe Einwohnerinnen und Einwohner,

der Ortschaftsrat bedankt sich herzlich bei den Familien und Einzelpersonen, die unserem Aufruf gefolgt sind und auf unsere Fragen im "Tauraer Heimatblatt" geantwortet haben. Aus den Antworten erkennen wir Ihr Bemühen, mit uns gemeinsam weitere kleine Schritte zur Verbesserung der Lebensbedingungen zu gestalten. Nachstehend die Zusammenfassung Ihrer Antworten:


1. Was gefällt Ihnen an Ihrem Ort am besten?

Allseitige Anerkennung findet die Gestaltung des Dorfzentrums mit Schule, Kindergarten und -hort, mit patientenfreundlicher Arztpraxis und Physiotherapie und einem gut sortierten Einkaufszentrum.
Lobend werden die Veränderungen an der alten Dorfstrasse, das ausgeprägte Wanderwegenetz und die historischen Geschichtstafeln erwähnt. Auch die zahlreichen privaten Initiativen zur Sanierung von Häusern und zur Verschönerung der Gärten werden hervorgehoben. Keiner hätte etwas dagegen, wenn diese Initiativen weiter um sich greifen würden.
Das dörfliche Zusammenleben in einer überschaubaren Gruppe von Menschen ist die Basis für zahlreiche Initiativen unseres Ortsteils. Gemeint sind die gelungenen Veranstaltungen von Heimatverein, Feuerwehr, Schule und zahlreichen Vereinen. Besondere Bedeutung wird der Schule als Bildungs- und Betreuungseinrichtung für die Kinder beigemessen und deshalb unbedingt in dieser Funktion erhalten bleiben muss.
Lobende Erwähnung findet die Altstoffentsorgung und der leistungsfähige Winterdienst von der Hauptstrasse bis zur Gasse.


2. Wie wünschen Sie sich die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes?

Die Wünsche der Einwohner zur wirtschaftlichen Entwicklung konzentrieren sich verständlicherweise auf die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen. Damit sind Gemeinde und Ortschaftsrat überfordert.
Uns bleiben nur Proteste und Appelle an die Entscheidungsträger, die wie das Beispiel der Sparkassenschließung zeigt, leider vergebens waren.
Der Aufruf an alle Einwohner, die ortsansässigen Händler und Gewerbetreibenden durch Inanspruchnahme ihrer Leistungen zu unterstützen, und damit deren Existenz zu sichern, ist das Gebot der Stunde. Hierbei müssen die stärkeren Gemeindemitglieder des Dorfes die Schwächeren und Älteren unterstützen. So schreibt z.B. ein Bürger:
"Nur durch gegenseitige Hilfe, Abgeben und Aufeinanderzugehen können die von Außen auf uns einwirkenden, vielfach negativen Einflüsse entschärft werden".
Den Wunsch nach Vergabe öffentlicher Aufträge an ortsansässige Firmen unterstützen wir nachdrücklich. Allerdings muss die Gemeinde die gesetzlichen Bestimmungen einhalten.
Die Vorschläge zum Ausbau und zur Nutzung von Industriebrachen und Grundstücken sind lobenswert, beinhalten aber ein Problem - das fehlende Geld. Wir benötigen Investoren, die aber leider schwer zu finden sind. Sollte es unter den Lesern Interessenten geben, so stellt sich der Ortschaftsrat gern als Mittler zur Verfügung.


3. Wie könnte die Versorgung im Ort verbessert werden?

Hierzu wurden folgende Vorschläge unterbreitet:

  •  Fleischverkauf im Einkaufszentrum an einem 2. Tag,
  •  Informationen über freie Wohnungen im Ortsteil an den Mitteilungstafeln aushängen,
  •  Bessere Abstimmung der Anschlüsse zwischen Bahn und Bus an der "Schnittstelle Burgstädt",
  •  Erweiterung des Angebots an Busfahrten an Samstagen und Sonntagen,
  •  Einrichtung einer Annahmestelle für Dienstleistungen, wie Reinigung, Bestell- und Lieferservice,
  •  Einrichtung eines privaten Fahrdienstes zur Besorgung spezieller Waren,
  •  Ausbau des privaten Hofverkaufs,
  •  Einrichtung einer Tauschbörse zwischen den Gartenbesitzern.

Der Ortschaftsrat wird mit den Einsendern dieser Vorschläge Kontakt aufnehmen um Details zu besprechen. Unabhängig davon würden wir uns freuen, wenn sich Einwohner meldeten, die den einen oder anderen Vorschlag realisieren wollen.
Insgesamt muss natürlich realistisch eingeschätzt werden, dass bei allen angesprochenen Partnern das Geld knapp ist, und wir auf Teilgebieten froh sein müssen, wenn das derzeitige Niveau gehalten werden kann. Unser Einfluss ist begrenzt, so können wir z.B. geschlossene Einrichtungen nicht wiederbeleben.
Trotzdem wollen wir gern alle Initiativen im Rahmen der Möglichkeiten unterstützen.


4. Wo sollte das dörfliche Gemeinschaftsleben weiter entwickelt wenden?

Ihre Vorschläge lauten:

  • Innere und äußere Renovierung des Speisesaals der Grundschule, vermehrte Nutzung als Kulturzentrum und Veranstaltungsraum,
  • Nutzung des Speisesaals der Grundschule für Filmvorführungen,
  • Verbesserung des kulturellen Lebens, z.B. durch die Bildung von Interessengruppen für Musik,
  • häufigere Durchführung von Tanzveranstaltungen im Gasthof Köthensdorf für jung und alt,
  • Wiederbelebung des Karnevalsvereins,
  • Gestaltung von speziellen Veranstaltungen für Jugendliche,
  • Öffnung des Gebäudes der Landeskirchlichen Gemeinschaft als Haus der Begegnung,
  • Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit der Vereine und Gemeinschaften.
  • die lebendige Dorfgemeinschaft könnte noch vergrößert werden, wenn noch weitere Interessenten für die ansprechenden Veranstaltungen im Ortsteil gewonnen werden könnten.

Wie im voranstehenden Abschnitt 3 beschrieben, wird der Ortschaftsrat solche Vorschläge fördern, für die wir die personellen Voraussetzungen haben. Für spezielle Interessen, wie für Musikliebhaber, für Karnevalisten oder für Jugendarbeit werden Bürgerinnen und Bürger benötigt, die die Kenntnisse und den Willen haben, auf diesen Gebieten tätig sein zu wollen. Alle Interessenten werden hiermit aufgerufen sich bei uns zu melden. Wir wollen gern der Mittler sein.
Vorschläge die mit Kosten verbunden sind, müssen natürlich mit den verfügbaren Haushaltmitteln abgestimmt werden. So sind z.B. Instandhaltungsarbeiten am Speisesaal der Grundschule im 1.Halbjahr 2005 geplant.


5. Worin würden Sie die Schwerpunkte im Rahmen der Dorfentwicklung sehen?

Folgende Vorschläge wurden unterbreitet:

  • Strassenbau und Abwasserentsorgung auf der "Großen Gasse",
  • Neugestaltung der Hauptstraßenanbindung an den Kuba-Park, und ansehnlichere Gestaltung,
  • Erneuerung der Hauptstraße mit Randstreifen, Beleuchtung und Verlegung der Freileitungen in die Erde,
  • Instandhaltung der Schulstraße,
  • Alleebepflanzung an allen Straßen,
  • Nutzung leerstehender Häuser und Industriebrachen,
  • Neubau der Brücke über die Chemnitz,
  • Neugestaltung des Bachufers an der K 8250 im Oberdorf,
  • Wiederherstellung des Wanderweges zum Schützwald, historische Wege wieder öffnen,
  • Unterstützung des Projekts Chemnitztal-Radwanderweg bei hoher Förderung,
  • Beräumung von Gärten,

Der Umfang der Vorschläge ist natürlich nur in kleinen Schritten zu bewältigen. Es ist notwendig, mit den jeweiligen Verantwortlichen zu sprechen und mit diesen gemeinsam unter Berücksichtigung der jeweiligen Fördermöglichkeiten Prioritäten zu setzen. Für das Jahr 2005 sind folgende Maßnahmen geplant:

  • Ein Ingenieurbüro projektiert z.Z. im Auftrag des Landkreises die Maßnahmen "Neubau der Brücke über die Chemnitz" und "Neugestaltung des Bachufers an der K 8250 im Oberdorf".
  • Die Gemeinde beginnt bei Fördermittelbereitstellung mit dem "Straßenbau auf der Großen Gasse".
  • Außerdem wird die Hauptstraßenanbindung am Kuba-Park verbessert und mit den Arbeiten der Alleebepflanzung auf einem Stück der Köthensdorfer Hauptstraße begonnen.


6. Haben Sie selbst Gestaltungsmaßnahmen an Ihrem Grundstück geplant?

Mit großer Freude können wir mitteilen, dass 63% der Teilnehmer an dieser Befragung Gestaltungsmaßnahmen an ihrem Grundstück geplant haben.


Wir betrachten diese Befragung und Ihre Antworten als einen erfolgreichen Beginn der Kontaktaufnahme und möchten den vertrauensvollen Dialog gern weiterführen. Dazu stehen wir Ihnen in öffentlichen Sitzungen des Ortschaftsrates und in Einzelgesprächen zur Verfügung.
Durch weitere Informationen im "Tauraer Heimatblatt" werden wir dem Wunsch nach verstärkter Öffentlichkeitsarbeit Rechnung tragen.

In diesem Zusammenhang möchten wir mitteilen, dass unser Ortsteil als Vertreter des Landkreises Mittweida am Dorfwettbewerb 2005 im Bezirksmaßstab teilnimmt. Die Bewertungskommission wird Köthensdorf voraussichtlich im Monat Mai 2005 besuchen und bewerten.

Bewertungskriterien sind:

  1. Das Entwicklungskonzept und die wirtschaftlichen Initiativen,
  2. Das soziale und kulturelle Leben,
  3. Baugestaltung und -entwicklung,
  4. Grüngestaltung und -entwicklung
  5. Dorf und Landschaft

Um unseren Ortsteil würdig vertreten zu können, bitten wir hiermit - wie beim Kreiswettbewerb im Jahr 2004 - um Ihre Unterstützung und aktive Mitarbeit.

So könnten wir sicherlich noch etwas für ein freundliches Dorf tun, wenn wir den alljährlichen Frühjahrsputz auf Straßen, Plätzen und in den Grundstücken bis Mitte Mai abschließen würden. Durch die Anpflanzung von Sträuchern und Bäumchen könnten die Bemühungen der Gemeinde zur Grüngestaltung unseres Dorfes unterstützt werden. Die Gestaltung der Gärten ist noch unterschiedlich. Um älteren und abwesenden Bürger bei der Gartenarbeit zu helfen, bietet der Ortschaftsrat die Organisation von Pflegearbeiten an.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Schimmang, Ortsvorsteher





Quelle: Gemeinde Taura - Homepage
http://www.gemeinde-taura.de