(RH). Nunmehr zehnjähriger
Tradition folgend, lud Bürgermeister
Klaus Vivus verdienstvolle Einwohner
der Gemeinde Taura Anfang Januar zum
Neujahrsempfang in die Mehrzweckhalle
an der Köthensdorfer Straße.
Nach stimmungsvoller Eröffnung
durch den Burgstädter Gymnasiumsverein
verfolgten die rund 150 Gäste,
vom Geschäftsführer bis
zum Vereinsvorsitzender, vom Pfarrer
bis zum Landtagsabgeordneten, die
Ansprache des Tauraer Gemeindeoberhauptes.
"Es ist mir ein Bedürfnis
mich bei allen persönlich zu
bedanken, die im Jahr 2004 so vieles
für Taura getan haben."
wandte sich Klaus Vivus an die Anwesenden.
"Bei Ihnen, die Sie nicht immer
im Rampenlicht und öffentlichen
Interesse stehen, die sie im Stillen
wirken. Ohne Sie ist unsere dörfliche
Gemeinschaft nicht vorstellbar."
Erwähnung in seiner Rede fanden
noch einmal die Aktivitäten zum
Kreiswettbewerb "Unser Dorf soll
schöner werden", an welchem
der Ortsteil Köthensdorf erfolgreich
teilnahm, und jene gegen den geplanten
Gesteinsabbau in Taura. Aufgrund der
Flutwellenkatastrophe in Südasien
verzichtete Tauras Bürgermeister
auf die besondere Ehrung einiger der
Anwesenden und brachte die Anteilnahme
aller zum Ausdruck.
Für die Gäste
war die Einladung zum Neujahrsempfang
eine Auszeichnung. "Ein hervorragender
Abend" meinte Lothar Lindner
"der in unserem kleinen Ort eigentlich
gar nicht mehr möglich ist. Ich
freue mich, dass es unser Bürgermeister
verstanden hat, eine solche Großveranstaltung
durchzuführen. Meine Hochachtung
gilt den ungenannten Sponsoren."
merkt er an.
Der neugewählte Gemeinderat Jens
Werner war erstmalig Gast: "Diese
Tradition ist wichtig für das
Leben im Ort!"
Auch Thomas Schmidt, Landtagsabgeordneter
des örtlichen Wahlkreises, plädiert
dafür, die Tradition solange
wie irgendmöglich zu erhalten.
"Es gibt sonst wenig Gelegenheit
in einer Gemeinde, dass sich Bürger
aus verschiedenen Gruppen ungezwungen
austauschen können. Sicher gibt
es Impulse für das Wirken im
neuen Jahr."
"Dass es eine solche Einladung
für verdiente Bürger überhaupt
noch gibt, ist eine sehr gute Sache."
meint Jonas Rüdiger und er betont,
dass es Spaß macht, etwas für
das Dorf zu machen.
Ortsvorsteher Peter Schimmang ist
überzeugt, dass diese Zusammenkunft
verdienstvoller Mitgestalter des Gemeindelebens
ein Ansporn für die weiteren
Aufgaben im Jahr 2005 ist.
"Ich war überrascht, dass
wir eine Einladung erhalten haben"
meint Wahlhelferin Doris Jirmann.
Ihr ist die Freude darüber anzumerken.
"Eine schöne Geste"
meint dagegen Carmen Werner, während
Andrea Rost sich bereits an diesem
Abend auf die hoffentlich mögliche
Neuauflage im nächsten Jahr freute.
Jeden Neujahrsempfang miterlebt hat
Horst Knorr: "Ich trage ja auch
die Inventarnummer schon auf der Schulter"
scherzt er. Seit 35 Jahren setzt er
sich im Gemeinderat für das Ortswohl
ein. "Es ist gute Tradition in
diesem Kreis zusammenzukommen und
sicher vordergründig motivierend
für die viele ehrenamtliche Arbeit.
Von daher fand ich persönlich
es nicht optimal, auf die besondere
Ehrung zu verzichten, da die Möglichkeit
nur einmal im Jahr geboten ist. Aber
natürlich respektiere ich diese
Entscheidung."
Dass ihr Engagement
nicht an den Ortsgrenzen endet, bewiesen
die Gäste des Tauraer Neujahrsempfanges
dann auch mit weit mehr als 500,-
Euro, die Bürgermeister Klaus
Vivus nun zusätzlich als Spende
für die Flutopfer in Asien in
Empfang nehmen konnte.
Text: Robin Helmert
|