Jahresrückblick und Jahresvorschau

JahreswechselLiebe Einwohnerinnen und Einwohner,

das Weihnachtsfest stellt unbestritten einen Höhepunkt im Jahresablauf dar. Weihnachten - da weiß jeder, was gemeint ist. Es gibt Worte, die stehen unbestritten für eine ganze Begriffswelt. "Krieg" zum Beispiel steht für Zerstörung, für Trauer, für Leid, Tränen, Blut... "Frieden auf Erden", die Weihnachtsbotschaft, ist noch lange nicht Wirklichkeit. Ca. 850 Milliarden Dollar werden jährlich weltweit für Waffen ausgegeben. Eine unvorstellbare Summe! Es wird wohl noch lange ein Traum bleiben, diese gewaltige Summe für friedliche Zwecke zu nutzen.
"Weihnachten" löst genau entgegengesetzte Gefühle in uns aus: Mißtrauen weicht und macht Zutrauen Platz. Anspannung weicht und Geborgenheit wächst. Die Kräfte, die unser Inneres gegen den ständigen Druck von außen abschirmen, geben nach. Wir öffnen uns. Weihnachten ist das Fest der Liebe. Weihnachten ist das Fest des Friedens. Weihnachten steht für Wohlbefinden.
Was wäre die Adventszeit und Weihnachten ohne Kerzen, das Grün der Adventssträuße und der Weihnachtsträume, die Sterne und Herzen aus Lebkuchen ?
Das milde Kerzenlicht vertrieb schon unseren Vorfahren die Finsternis und die Angst. Wer Licht sieht - und sei es am Ende des Tunnels - der darf auf einen strahlenden Morgen hoffen. Das Grün, in dem die Kerzen stecken, steht zur Weihnachtszeit - in der Winterpause der Natur - für Wachstum, Gesundheit und Vitalität. Und ist es nicht dies was wir uns vom kommenden Jahr erhoffen? Handlungsfähigkeit, Kraft und Mut, das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu tun. Sterne sind für uns alle ein Symbol der Hoffnung und der Zukunft. Und die Symbolkraft der Herzen brauche ich niemanden zu erläutern. Wir kennen sie alle. Es ist die Liebe, die uns lehrt, dass die Sprache des Herzens wichtiger ist als die des Geldes und des Erfolges - so wichtig Geld und Erfolg auch sind.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, verehrte Gäste,

Kerzenlicht, Grün, Stern und Herz – diese vier Symbole mögen nicht nur für die Weihnachtszeit stehen. Ich wünsche Ihnen, dass helle, frohe Stunden, Gesundheit, Mut zur Zukunft und Liebe Sie auch im ganzen kommenden Jahr 2005 begleiten mögen.
Wir alle - der Bürgermeister, meine beiden Vertreter und der Gemeinderat - haben uns bemüht, das Vertrauen, das uns die Bürgerinnen und Bürger geschenkt haben, zu rechtfertigen. Inwieweit uns das gelungen ist, muss ich Ihrer Beurteilung überlassen. Ich kann Ihnen jedenfalls versichern, dass unsere Anstrengungen immer am Gemeinwohl orientiert waren, auch wenn dies der einzelne, der sich mit einer Maßnahme vielleicht nicht ganz anfreunden konnte, anders empfunden haben sollte. Persönlicher Wohlstand ist nicht alles - auch wenn sich mancher unserer Mitbürger mit diesem Standpunkt nur schwer anfreunden kann. Nur wenn wir die Probleme gemeinsam angehen, werden wir sie auch bewältigen.


Tu erst das Notwendige,
dann das Mögliche,
und plötzlich schaffst Du das Unmögliche.

Franz von Assisi (1181 bis 1226)


Der jahrelange Kampf gegen den Gesteinsabbau der Bergwerksfelder "Hugo" in Markersdorf und "Bernd" in unserer Gemeinde auf dem und am Lindenberg ist nun beendet. Tausende Gesteinsabbaugegner - nicht nur aus unserer Region - beteiligten sich an unseren friedlichen Demonstrationen in Königshain-Wiederau, in Markersdorf und auf dem Lindenberg in Taura. Die Gottesdienste in der Claußnitzer und Tauraer Kirche, vorbereitet und durchgeführt von den Kirchenvorständen und den Pfarrern Herrn Schmidt und Herrn Alberti, werden stets in Erinnerung bleiben. Nicht nur die Beteiligten werden sich noch lange darauf besinnen. Ich habe zu dieser Thematik nicht nur Post und Telefonate aus Sachsen erhalten. Anfangs bin ich oft gefragt worden, warum wir mit diesem langersehnten Erfolg nicht mehr in die Öffentlichkeit gegangen sind. Ich nehme an, wir haben richtig gehandelt. Eine solche Freude kann man in Ruhe genießen und muss nicht in Euphorie ausarten. Auch sollte man sich der Bürgerinitiativen erinnern, die noch mit diesem Problem zu kämpfen haben. Inzwischen hat die Fa. Holger Beer eine Erinnerungslinde auf dem Bohrloch 1 des Bergwerksfeldes "Bernd" gepflanzt. Im Frühjahr 2005 werden der Kirchenvorstand Taura mit Herrn Pfarrer Alberti, sowie der Tauraer Gemeinderat mit dem Bürgermeister einen großen Gedenkstein an dieser Stelle unserer Bevölkerung übergeben. Ein großes Dankeschön noch einmal allen Beteiligten aus nah und fern und vor allem auch denen, die uns im Stillen die Daumen gedrückt haben, diesen Gesteinsabbau in unserer Region abzuwenden.
Wir leben in einer Zeit, in der es darauf ankommt, näher zusammenzurücken und mehr Solidarität zu üben. Jeder muss sich auf sein Leistungsvermögen und auf seine Verantwortung für sich, für andere und für das Ganze besinnen.
Um die Probleme lösen zu können, die auch im kommenden Jahr auf uns zukommen, brauchen wir alle dazu den guten Willen.
Sehr herzlich danke ich allen, die sich auch in diesem Jahr wieder um die Fortentwicklung unserer Gemeinde verdient gemacht und für das allgemeine Wohl tatkräftig eingesetzt haben, sei es in den gewählten kommunalpolitischen Gremien, in der Wirtschaft, in der Kirchgemeinde, in den Freiwilligen Feuerwehren, in den zwei Jagdgenossenschaften, in den zahlreichen Vereinen und in sonstigen Institutionen.
Ihnen allen spreche ich meine Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. Ein Lob den Grundstückseigentümern und Kleingärtnern, die Häusern, Vorgärten, Parzellen und Anlagen durch ihre individuelle Gestaltung ein angenehmes Aussehen verliehen. Damit haben sie besonders in den letzten Jahren beigetragen, dass sich das Dorfbild beträchtlich verbessert hat.
Am 1. Dezember 1991 erschien das 1. Tauraer Heimatblatt nach der Wende. Über 13 Jahre sind nun schon seitdem vergangen. So schnell vergeht die Zeit, dass Sie - verehrte Leserinnen und Leser - heute die 158. Ausgabe in der Hand halten. Besonders möchte ich mich bei Frau Annelore Härtig für die vielen guten Ideen und die Titelblattgestaltungen bedanken, die auch über unsere Gemeindegrenzen hinaus hohe Anerkennung erhalten.
Ein herzliches Dankeschön Herrn Peter Spörke für die jahrelange, nicht immer leichte, Organisation und die Redaktion. Vielen Dank allen Beteiligten, Vereinen, Bürgerinnen und Bürgern für das zur Verfügung gestellte Bild- und Textmaterial zur Unterstützung der Redaktion.
Ich bedanke mich auch bei Frau Heike Kießig, Herrn Dost und dem Riedel-Verlag für die gewissenhafte Arbeit und das pünktliche Erscheinen.

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,

ich wünsche Ihnen allen ein friedliches und frohes Weihnachtsfest.

"Das Jahresende ist kein Ende und kein Anfang,
sondern ein Weiterleben mit der Weisheit,
die uns die Erfahrung gelehrt hat"
sagte Hal Borland.

Noch wissen wir nicht genau, vor welche Herausforderungen uns das kommende Jahr stellen wird. Das sollte uns aber nicht davon abhalten, es guten Mutes und voller Zuversicht anzugehen. Der Grad der Zufriedenheit, den man mit einer Situation oder Entwicklung empfindet, hängt nur allzu oft ab vom Maßstab, den man dabei anlegt. Je geringer die Erwartungshaltung, desto größer ist günstigenfalls die positive Überraschung. Oder anders ausgedrückt: Der, für den ein zur Hälfte geleertes Glas noch halb voll ist, tut sich leichter im Leben als der, für den es schon halb leer ist.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen, dass Sie 2005, wenn schon nicht aus dem Vollen, so jedoch immer zumindest aus dem Halbvollen schöpfen können.

Ihr Klaus Vivus
Bürgermeister





Quelle: Gemeinde Taura - Homepage
http://www.gemeinde-taura.de