Kirche Taura - Kirchenglocken / Geläut

GlockeUnsere Gemeinde besaß drei Glocken aus Bronze. Die Große intonierte "fis 1". Ihr ist die Jahreszahl 1492 eingegossen. Vor dem Abtransport im 1. Weltkrieg bewahrte sie ihr besonderer Kunstwert. Aus dem 14. oder gar 13. Jahrhundert stammte die mittlere Glocke mit dem Ton "d 2". Sie trug keine Inschrift. Nach Abgabe im ersten Weltkrieg konnte sie zurückerworben werden. Doch nach dem ersten Läuten stellte man fest, dass sie einen Sprung hatte. In Burgstädt war die kleine Glocke 1595 gegossen worden. Sie war ein Geschenk des Herrn von Schönburg. 1942 wurden die Glocken abgeholt. Lediglich die kleine wurde als Läuteglocke zurückgelassen. Nach dem Krieg begann die Suche nach den Kirchenglocken. In Hamburg konnte man sie ausfindig machen. Alle drei Glocken waren im Mai 1949 wieder in Taura. Es entstand ein neues Geläut, da es immer an einem harmonischem Klang mangelte. Die alte große Glocke blieb die "Große". Aus Quatitz (Bautzen) kam eine hinzu. Diese wurde ca. 1921 gegossen und zeigt sowohl eine deutsche als auch eine sorbische Inschrift. In Apolda gelang es, den Sprung der "Mittleren" zu schweißen. Die kleine Cis-Glocke hatte man gerade angefertigt. Am 6. November 1949 ließ man ihre Stimmen erschallen. Seit September 1966 erklingt das Geläut durch die Gloria-Läutemaschine. Am Anblick der alten kleinen Glocke kann man sich am Eingang der Kirche erfreuen.

Quelle: Taura und Köthensdorf-R. - Unser Heimatbuch - 1996
und St.-Moritz-Kirchgemeinde Taura


Weiterführende Informationen:

Quelle: Gemeinde Taura - Homepage
http://www.gemeinde-taura.de