Im
Gotteshaus bildet die eine Hälfte
des Giebels den Turm. In einem halben
Oktjon endet das Langhaus. Dies wird
an der Süd- und der Ostseite
von mehreren Fenstern durchbrochen.
Dagegen befinden sich an der Nordseite
nur zwei Fenster. Die Wände zeigen
Spitzbogen und Kehlungen nach innen
sowie außen. Die Kranz- und
Giebelsimse des hallenartig vorgebauten
Haupteingangs zeigen denselben Querschnitt.
Einen Rundbogen weißt das Portal
auf, der aber sicherlich später
eingebaut wurde. Ebenfalls aus späterer
Zeit stammen zwei andere Eingänge,
die keinerlei Spuren eines Stils erkennen
lassen. Das Dach ist spitzgibelig.
Fast wäre unsere Kirche in den
letzten Kriegswochen ein Opfer der
amerikanischen Artillerie geworden.
Arg wurde das Dach mitgenommen. Durch
den Beschuss hatte auch das Innere
des Gotteshauses gelitten. Somit konnte
der Regen sein zerstörendes Werk
tun. Eine Ursache für manche
Vernachlässigungen waren die
Umstände der Kriegs- und Nachkriegszeit.
Doch trotz aller Not gelang es den
Einwohnern 1946 ihre Kirche zu erneuern.
Dadurch konnte das Bild, entsprechend
der Beschreibung nach Dehio, Handbuch
der deutschen Kunstmäler, bewahrt
bleiben: "Einschiffig flachgedeckter
Emporensaal, 3seitig geschlossen;
an der Nordseite tonnengewölbte
Sakristei; quadratischer Westturm
in der Südwestecke des Schiffes
einbezogen; sein kreuzgratgewölbtes
Erdgeschoss zweiseitig zum Schiff
geöffnet."
Quelle:
Taura und Köthensdorf-R. - Unser
Heimatbuch - 1996
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