Tauras Kirche soll in neuer Farbe strahlen

Taura(RH). Dort wo normalerweise der Klang der Orgel widerhallt und viele Stimmen mit Liedern und Gebeten Gott preisen, da ist zur Zeit Gerüstgeklapper, Maschinenschleifen und das Streichen von Pinsel und Bürsten zu vernehmen. Tauras Kirche bekommt ein neues Aussehen. "Drei Mann haben drei Tage lang jahrhundertealte Farbe abgekratzt, mit dem Exzenterschleifer aber auch von Hand mit der Spachtel" berichtet Mario Ruppelt vom Meisterbetrieb Wehner aus Claußnitz. Der 32- jährige ist mit zwei weiteren Kollegen im Einsatz, um dem Tauraer Gotteshaus zu altem Glanz zu verhelfen. Ein Gerüst vom Gerüstbau Mittweida wurde im Inneren aufgebaut und füllt das komplette Kirchenschiff aus. An jede Ecke und in jeden Winkel können die Arbeiter dadurch gelangen.

Mehr als 120 Liter Farbe wollen sie in rund fünf Wochen an Säulen, Treppen, Geländer, Decken und Wände streichen. Dazu kommt noch die Grundierung und die Farbe für die Restauration von Gestühl und Deckengemälde. "Jeder Arbeitsschritt, jeder Farbton und jeder Handgriff wird im Voraus mit dem Denkmalschutz, dem Kirchenbauamt und natürlich der Kirchgemeinde abgestimmt" erklärt Heiko Schumann. "Es darf ja nichts kaputt gehen." Trotzdem ist so eine Baustelle für die Maler eigentlich wie jede andere auch, meinen sie. Nur die verwendete Farbe wurde speziell für so alte Baudenkmäler hergestellt.

Heiko Schumann gibt dem Kirchenschiff einen frischen Anstrich

Mario Ruppelt ist inzwischen durch das Gerüst nach oben geklettert, den Weg über die Treppe nutzen die Handwerker nicht. In der ersten Empore trifft er auf Wolfgang Stein, den Dritten im Bunde. Dieser ist mit einer Weißbürste bewaffnet und ergänzt: "Alles in allem wird fast jede Fläche dreimal gestrichen. Grundierung, Grundanstrich und Deckanstrich." Sagt es und beginnt lässig, aber konzentriert, der Decke neue Farbe zu verpassen. Ruppelt steht in ziemlich gebückter Haltung neben ihm. Für den 1,95- Meter-Hünen ist die Arbeit hier oben ganz schön anstrengend. "Früher waren die Menschen eben viel kleiner" kommentiert er die niedrige Deckenhöhe mit einem gequälten Lächeln. Neben ihrer Bestimmung macht sie also auch ihr Alter eben doch zu etwas Besonderem, die Tauraer Kirche.

Wolfgang Stein arbeitet in der ersten Empore
Mario Ruppelt muss den Kopf einziehen, um arbeiten zu können

Für die Arbeiten zur Innenrenovierung der St.-Moritz-Kirche benötigt die Kirchgemeinde finanzielle Unterstützung. Wer für Tauras ältestes Gebäude spenden möchte, kann dies auf folgende Bankverbindung tun: Kreissparkasse Mittweida, BLZ 870 51 000, Konto 35 41 00 00 14, Kennwort "Innenrenovierung"





Quelle: Gemeinde Taura - Homepage
http://www.gemeinde-taura.de