Herr Vogt,
Bürgermeister der Gemeinde
Königshain-Wiederau:
"Wir befinden uns hier
im Herzen des geplanten Abbaufeldes
von Königshain. Hier soll
einmal Kies gefördert werden
und zwar in einer Dimension,
die es in Sachsen noch gar nicht
gibt. Wir sind uns bewusst,
dass auch Baustoffe benötigt
werden aber die Bedingungen,
unter denen sie abgebaut werden,
sollten der Massstab für
eventuelle Genehmigungen sein."
Pfarrer der
Gemeinde Königshain-Wiederau:
"Wir haben nicht genug
Mumm und Mut uns zu wehren.
Wir können noch nicht protestieren.
Aber 1989 haben wir das doch
schon einmal gezeigt. Deshalb
spreche ich Sie an, alle, ob
sie nun in der Kirche sind oder
nicht: Liebe Protestanten !
Es soll nicht heissen, dass
später diese Sandfirmen
und andere Mächte die dahinter
stehen, es geht da um sehr viel
Geld, dass die sagen: Hier in
diesem Gebiet das ist die Region
der drei Affen. Die, die nie
was gehört haben, die,
die nie was gesehen haben und
die nie etwas sagen werden,
die sich nie einmischen. Wir
müssen uns einmischen,
wir müssen genau hinsehen,
wir müssen genau hinhören
und das müssen wir weitersagen
an die anderen damit es wirklich
ein Tag, nicht nur ein Tag,
damit es hier protestantisch
zugeht und wir etwas verhindern,
was diese Region doch fast kaputt
machen wird"
Roland Peters,
Landwirt aus Königshain:
"Eines ist sicher: Mit
Beginn der Erschliessungsarbeiten
zum geplanten Bergbau beginnt
auch das von unserem heutigen
Standort aus überschaubare
Land krank zu werden und am
Ende diesen Prozesses müssen
wir feststellen, dieses Gebiet
ist als Lebensraum für
die jetzt noch hier ansässigen
Menschen nicht mehr zu gebrauchen.
Existenzen werden zerstört,
eine verstärkte Abwanderung,
vor allem junger Menschen setzt
ein. Horrorvision ? Nein, ganz
im Gegenteil !"
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